Freitag, 29. August 2025

29.8.25:

Macht es Sinn, auf ein 16" Kinderfahrrad von Cube eine Magura HS33 draufzuschrauben? Ich bin nicht sicher, aber ich habe mal eine bestellt. Ich denke, Leni wird sich sehr drüber freuen.

Sonntag, 24. August 2025

24.8.25:

Heute habe ich mich mal wieder um das Brompton gekümmert. Die Vorderradbremse war in einem Erbärmlichen Zustand, und den vor 13 Monaten ausgefallenen Tacho habe ich jetzt auch mal ausgetauscht. 

Die Bremse hat Bauart-bedingt - der Zug geht von unten in die Bremse - eine Art "Siphon-Effekt": Feuchtigkeit kann in die Hülle vom Bremszug laufen und sammelt sich dann in dem Knick. Die Folge war ein stark verrosteter Innenzug und eine entsprechend schwergängige Bremszange. Die Gelenke der Bremse habe ich dann auch gleich mit gangbar gemacht, außerdem habe ich die Belege getauscht.

Zur Abrundung habe ich dem Schlumpf Drive noch eine kleine Fettpackung spendiert und die Kette ebenfalls gefettet.

Mittlerweile hat das Brompton 3888 km auf der Uhr und läuft immer noch sehr gut. Ich will es nicht in meinem Fuhrpark missen.

Freitag, 15. August 2025

15.8.25:

50 Tausend km mit dem Model Y. Bisher rund 13 MWh Strom reingeladen und relativ wenige technische Probleme gehabt. Einmal hat die Windschutzscheibe einen Riss bekommen und wurde von Carglass ausgetauscht, und aktuell hat die Dashcam "Framedrop", was dazu führt, dass alle von der Kamera abhängige Systeme ausfallen, wie z.B. Abstandstempomat, Verkehrszeichenerkennung, Einparkhilfe, Matrix-Scheinwerfer und was weiß ich noch alles. Teilweise resettet es sich von selbst, teilweise kann man es vom Servicemenü aus zurücksetzen. Da es jetzt zu häufig vorkommt, habe ich aber mal über die App einen Servicetermin beantragt. Achja, und bei -3 °C hatte ich auch noch mal den Ausfall des DC/DC-Wandlers für die kleiner "Starterbatterie". Ein paar Kleinigkeiten wie kurzzeitig ausgefallenes Bluetooth für den keyless entry finde ich jetzt nicht so schlimm, auch das ließ sich von Hand resetten. 

Das Auto ist also eigentlich recht zuverlässig bis jetzt, und auch der SoH-Test nach 50000 bescheinigt 94% für die Batterie, was denke ich mal im Rahmen liegt. Die geladene Energie entspricht 163 Vollzyklen, und der überwiegende Anteil der Ladungen fand mit DC statt, wo die Batterie teilweise mit bis zu 250 kW geladen wird. 

Positiv zu erwähnen ist auch, dass regelmäßig Updates kommen und mit ihnen oft sinnvolle, neue Features, die das Auto aufwerten. Besonders auffällig waren hier die Anpassungen beim Blinkerverhalten und die Art und Weise, wie beim Autopilot die Aufmerksamkeit des Fahrers überwacht wird. Aber auch proandere Dinge, wie z.B., dass im Browser Audio auch weiterläuft, wenn das Fenster im Hintergrund offen ist. Klingt zwar nicht relevant, aber dadurch kann man Webradio über den Browser hören, auch wenn der Sender nicht über die Musikapps verfügbar ist. Das Gleiche gilt für DS Audio. So kann ich Musik während der Fahrt auch einfach von der heimischen Festplatte hören. Genauso kann ich auch während der Fahrt den TV-Ton von meiner heimischen Sat-schüssel streamen.

 

Freitag, 8. August 2025

8.8.25

Was mich sehr beeindruckt hat am Dänemark-Urlaub waren die vielen Loppemarkeds in ganz Dänemark. Geschäfte, die meist im Auftrag von privaten Kunden gebrauchte Artikel verkaufen. Hier bietet sich die Mögichkeit, nachhaltige Schnäppchen zu machen und authentische Souvenirs zu erstehen. In meinem Fall war das eine ganze Klappradpacktasche voll Vinyl überwiegend skandinavischer Künstler(innen) wie Sanne, Ace of Base und Roxette, aber auch generell ein paar Schätzchen aus den späten 80ern bzw früher 90ern. Die Preise variieren je nachdem wo sich diese Märkte befinden, aber generell kann man auch außerhalb von Vinyl durchaus mal ein Schnäppchen machen, und so haben wir eine sehr dänische Kaffeekanne erworben, außerdem Spielzeug für die Kinder usw. Ich finde diese Loppemärkte wirklich toll, schade dass es so was nur sehr selten in Deutschland gibt.

Donnerstag, 7. August 2025

Dänemark-Urlaub: SuperB 2024 versus Tesla 2025


2024 mit dem SuperB Diesel, dieses Jahr mit dem Tesla Model Y Long Range. Hier mal die beiden Urlaube im Vergleich:


 

Der Wohnwagen war jeweils der selbe: Unser kleiner Weinsberg, der beladen ca. 1,2 Tonnen wiegt und die Aerodynamik eines Backsteins hat. Ohne die Zahlen vorher exakt zu kennen, bin ich davon ausgegangen, dass der SuperB mit Hänger ungefähr 8 Liter verbraucht. Ich rechne den Verbrauch des Tesla immer intern mal 4, also bin ich von 32 kWh ausgegangen. Der Verbrauch beim SuperB ist hier niedriger, weil wir uns in Dänemark auch ohne Anhäner bewegt haben, wenn dieser für ein paar Tage auf dem Campingplatz stand und wir Ausflüge unternommen haben. In der Praxis lag der Verbrauch dann tatsächlich teilweise auf der Autobahn über 10 Litern. Der Tesla kam in der Spitze teilweise auf reale Verbrauchswerte von rund 55 kWh auf 100 km, da sind dann schon die Verluste bei Ladung und Entladung mit drin. Wieso also hier eher Faktor 5 zum Dieselverbrauch? Das liegt wohl an den höheren, durch den Innenwiderstand der Batterie verschuldeten Verlusten. Mit Tempo 100 mit Hänger auf der Autobahn fahren kann man schon machen mit dem Tesla, aber es ist halt ein bisschen so wie T-Träger mit dem Akkuwinkelschleifer durchtrennen. 

24 Ladestopps ?! Das treibt einen doch in den Wahnsinn, oder? Teilweise, ja. Vor allem auf der An- und Abreise ist das maximal nervig, in Dänemark selbst war es relativ OK, weil man das Laden immer mit etwas Nützlichem verbinden konnte, wie z.B. dem Besuch eines "Loppemarked" oder einem Einkauf. Die Ladeinfrakstruktur ist auch noch mal ein bisschen besser als in Deutschland. Man findet auch in recht kleinen Dörfern eine Säule mit mehr als 150 kW, sodass man immer innerhalb von Minuten eine ausreichende Ladung bekommt. Auch die Anzahl an Ladepunkten ist immer ausreichend, uns ist kein einziges Mal Ladestau passiert.

Die Preise? In Dänemark geht Schnellladen bei knapp unter 40 ct los und kostet selten mehr als 50 ct. Sodass es insgesamt ein bisschen günstiger ist als in Deutschland. Gleichzeitig liegt der Diesel etwas höher, sodass es in Dänemark eher wirtschaftlich sein kann, elektrisch unterwegs zu sein.

Das Tempo auf der Landestraße, in der Regel 80 km/h, kommt der Elektromobiliät auch sehr entgegen. 80 km/h ist das ideale Umfeld, in dem der Tesla auch mal die 600 km Reichweite schaffen kann. Natürlich fährt sich das der SuperB auch bei unter 4 Litern, was ihn dann auf 1800 km Reichweiten kommen lässt.

Mein größter Alptraum wurde zum Glück nicht wahr: Wir mussten den Anhänger kein einziges Mal abkuppeln und haben immer eine Möglichkeit gefunden, mit Hänger zu laden und trotzdem so gut wie nirgends im Weg zu stehen. Dazu trägt teilweise auch die Software vom Tesla bei, die nur als Gespann anfahrbare Stationen auswählt. Aber auch die Infrakstruktur in Dänemark, die fast immer anhängergerecht ausgeführt ist.

Wo hat der Tesla definitiv gewonnen?

1. Leistung: Du kannst mit Wohnwagen immer noch einen Ampelsprint gegen einen Golf gewinnen. Wenn Du das Gaspedal runterdrückst, fühlst Du die 1,2 Tonnen Zusatzgewicht kaum, das ist wirklich großartig. Ausserdem fährt der Tesla mit Hänger überall 100, nicht so wie der VW-Bus damals in den Kasseler Bergen...

2. Frunk: Tatsächlich als zusätzliches Wäschefach ideal, die 80 Liter haben für die Schmutzwäsche im Urlaub gereicht und waren so nicht im Weg.


 

3. Rangieren mit dem Tesla ist deutlich entspannter, weil man keine Angst mehr um seine Kupplung haben muss. Man geht seinen Nachbarn auch nicht mehr mit irgendwelchem Dieselnageln auf den Zeiger.

4. Der Bordcomputer ist einfach super. Egal, ob man während der Fahrt mal schnell was googeln will, oder ob man entspannt Musik hören will oder Während einem Ladestopp ein wenig Youtube oder Netflix schauen will. Der Tesla bietet alles,und ich kann sogar auf die heimische Sat-Schüssel zugreifen. Einziger Wehrmutstropfen: Trotz Bluetooth wollte der Tesla partout nicht mit meinem Soundburger verbinden, sodass ich keine Schalltplatten im Tesla hören konnte.