Freitag, 10. Juli 2026

10.7.26: Brompton versus Dahon

Dahon gegen Brompton. Beide Räder begannen ihre Karriere irgendwann in den 80ern, wobei das Brompton heute fast unverändert weitergebaut wird und dass Dahon irgendwann vom Markt verschwunden ist. Zumindest das Classic 3, wie das hier abgebildete Modell genannt wird. Während das Brompton mehr oder weniger intuitiv gefaltet wird, musste ich mir beim Dahon tatsächlich erst mal ein Video anschauen. Was beide Räder eint: Sie sind erstaunlich kompakt, wenn sie gefaltet sind. Das Dahon punktet mit der Teleskopsattelsütze. Es bleibt deutlich flacher, baut dafür etwas mehr in die Breite.

Die Laufräder beider Fahrzeuge werden als 16"-Räder bezeichnet. Man sieht es aber deutlich, dass das Dahon kleinere 16 Zoll verwendet. In Zahlen: 305 mm beim Dahon gegen 349 mm beim Brompton. Diese Phänomen trifft man auch bei den 20" Klapprädern an, die dann 406 und 451 mm haben. Sowohl für das Brompton als auch das Dahon gibt es den Schwalbe Marathon zu kaufen. Für das Dahon habe ich aber jetzt erst mal Kenda "KSMART" Slicks bestellt, die bereits ihre Reise aus China zu mie angetreten haben.

Insgesamt fühle ich mich auf dem Brompton etwas wohler, trotzdem möchte ich die clevere Geometrie des Dahon hier mal erwähnen: Die ausklappbare Strebe auf der halben Höhe der Lenkstange ist ziemlich genial und steift den Rahmen aus. Auch die Verstellbarkeit des Lenkers ist praktisch: Man kann außer der Höhe auf dem Foto auch gut 10 cm tiefer gehen. Ein Feature, das man bei dem Brompton nur durch einen Wechsel des Lenkers realisieren kann.

Beide Bikes kommen mit zwei Seitenzugbremsen. Was bei dem Hinterrad vom Brompton systemisch nicht anders lösbar ist, könnte beim Dahon durchaus auch mit einer Rücktrittbremse realisiert werden. Schade eigentlich, ich liebe Rücktrittbremsen. 

Das Dahon hat im zusammengeklappten Zustand die Antriebseinheit außen, was im Originalzustand durch den Kettenschutz ein verkraftbarer Punkt ist. Trotzdem ist das Brompton hier im Vorteil. Auch das Wegtragen oder Wegrollen des Brompton ist deutlich bequemer. Es schreit förmlich danach, im Bahnhof auf seinen Zusatzrollen hin und hergerollt zu werden. Zieht man den Sattel raus, kann man das Brompton fast wie einen Trolli schieben. 

Beide Räder habe ich gebraucht gekauft. Das Brompton kam damals in einem guten Gebrauchtzustand für rund 550 EUR, wohingegen das Dahon auf dem Flohmarkt in einem etwas liebloseren Zustand für 60 EUR zu haben war. Brompton ist halt auch eindeutig die beliebtere und renomiertere Marke. Das Brompton gilt für viele als das beste Klapprad. Von der Qualität her sind die beiden Räder jedenfalls nicht so weit auseinander, wie es meine Kaufpreise glauben machen. Beide sind aus Stahl, was aus meiner Sicht besser ist als Aluminium. 

Gewogen habe ich beide Räder jetzt noch nicht, aber ich denke wir liegen bei beiden Rädern bei rund 13 kg - das Brompton allerdings mit Schutzblechen, Licht und Gepäckträger. Das Dahon nackt. 


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