Mittwoch, 29. Juli 2026

29.7.2026

Die Idee, nicht nach Schottland zu fahren sondern lieber nach links abzubiegen nach Wales war nicht nur vernünftig, weil wir uns unzählige Kilometer im Auto und zahlreiche Tankstopps gespart haben. Sie brachte uns auch besseres Wetter und genauso wie vermutlich in Schottland atemberaubende Aussichten und deutlich mehr Sommer-Gefühl. Unvorstellbar, dass wir im gesamten Urlaub nur zwei mal ganz kurz Regen hatten, es war immer über 20 °C warm und auch im Meer konnte man baden. Dazu ruhige Sandastrände und eine Landschaft wie gemalt. Im Vergleich zu Dänemark und Schweden der letzten Jahre haben wir für Essen und Unterkunft etwas weniger bezahlt. Gefühlt sind die meisten Lebensmittel im Supermarkt ein bisschen günstiger als in Deutschland. Beispiel Spaghetti: hier bekommt man das 500g-Päckchen für 28 Pence. 

Die Energiekosten zum Aufladen des Tesla sind gefühlt ein bisschen höher, und vor allem in Wales muss man seine Route etwas besser planen als in Dänemark. Die Loppemarkeds haben wir natürlich auch vermisst, die wir meistens mit einem Halt an einer Ladesäule kombiniert haben. 

Als neues Equipment hatten wir den Qeedo Hexa Hub dabei, ein Pavillon, der wirklich in drei Minuten auf und abgebaut ist. Das hat uns das häufige Umziehen erleichtert, wir waren insgesamt auf 9 verschiedenen Campingplätzen:

13- 14  eine Nacht Blandred Camping in Folkstone, Kent

unser erster Halt ziemlich in der Nähe von der Fährstation in Dover aber trotzdem ein netter Aufenthalt.

14- 15 eine Nacht Bradshaw Farm, Leicestershire

Katastrophe: Ich habe einen sehr einfachen Platz für 19 Pfund gebucht und wir hatten hier weder Strom noch eine annehmbare Dusche. Aber es ging ja am nächsten Tag weiter.

15- 18 drei Nächte Ashbourne Heights, Derbyshire

Sehr angenehmer Campingplatz inklusive kostenlosem Hallenbad

18 - 19 eine Nacht Gwyliau Cefn Crib Holidays, Wales


19 - 22 drei Nächte Little Kings Park, Ludchurch, Wales

Wieder mit Hallenbad und mit einer Spielhalle für Kinder, außerdem gab es sogar ein Vintage-Kino für Kinder. Insgesamt aber ein bisschen zu Resort-mäßig

22 - 26 vier Nächte Pitton Cross Caravan & Camping

einfacher Campingplatz mit traumhafter Umgebung 

26 - 29 drei Nächte Our Welsh Caravan and Camping, Glengwr, Wales

einfacher Platz am Rande einer kleinen Farm

29- 30 eine Nacht Marwell Resort, Marwell, Owslebury

Campingplatz mit zahlreichen Aktivitäten, aber wir benutzen ihn nur als Zwischenstation. Aber abends gab es leckere Pizza aus einem argentinischen Holzofen, lecker.

31 - 1  zwei Nächte Herons Park, Lydd, Kent

Wir bringen uns in Position für die Rückfahrt nach Calais und sind noch mal in Strandnähe


Freitag, 10. Juli 2026

10.7.26: Brompton versus Dahon

Dahon gegen Brompton. Beide Räder begannen ihre Karriere irgendwann in den 80ern, wobei das Brompton heute fast unverändert weitergebaut wird und dass Dahon irgendwann vom Markt verschwunden ist. Zumindest das Classic 3, wie das hier abgebildete Modell genannt wird. Während das Brompton mehr oder weniger intuitiv gefaltet wird, musste ich mir beim Dahon tatsächlich erst mal ein Video anschauen. Was beide Räder eint: Sie sind erstaunlich kompakt, wenn sie gefaltet sind. Das Dahon punktet mit der Teleskopsattelsütze. Es bleibt deutlich flacher, baut dafür etwas mehr in die Breite.

Die Laufräder beider Fahrzeuge werden als 16"-Räder bezeichnet. Man sieht es aber deutlich, dass das Dahon kleinere 16 Zoll verwendet. In Zahlen: 305 mm beim Dahon gegen 349 mm beim Brompton. Diese Phänomen trifft man auch bei den 20" Klapprädern an, die dann 406 und 451 mm haben. Sowohl für das Brompton als auch das Dahon gibt es den Schwalbe Marathon zu kaufen. Für das Dahon habe ich aber jetzt erst mal Kenda "KSMART" Slicks bestellt, die bereits ihre Reise aus China zu mie angetreten haben.

Insgesamt fühle ich mich auf dem Brompton etwas wohler, trotzdem möchte ich die clevere Geometrie des Dahon hier mal erwähnen: Die ausklappbare Strebe auf der halben Höhe der Lenkstange ist ziemlich genial und steift den Rahmen aus. Auch die Verstellbarkeit des Lenkers ist praktisch: Man kann außer der Höhe auf dem Foto auch gut 10 cm tiefer gehen. Ein Feature, das man bei dem Brompton nur durch einen Wechsel des Lenkers realisieren kann.

Beide Bikes kommen mit zwei Seitenzugbremsen. Was bei dem Hinterrad vom Brompton systemisch nicht anders lösbar ist, könnte beim Dahon durchaus auch mit einer Rücktrittbremse realisiert werden. Schade eigentlich, ich liebe Rücktrittbremsen. 

Das Dahon hat im zusammengeklappten Zustand die Antriebseinheit außen, was im Originalzustand durch den Kettenschutz ein verkraftbarer Punkt ist. Trotzdem ist das Brompton hier im Vorteil. Auch das Wegtragen oder Wegrollen des Brompton ist deutlich bequemer. Es schreit förmlich danach, im Bahnhof auf seinen Zusatzrollen hin und hergerollt zu werden. Zieht man den Sattel raus, kann man das Brompton fast wie einen Trolli schieben. 

Beide Räder habe ich gebraucht gekauft. Das Brompton kam damals in einem guten Gebrauchtzustand für rund 550 EUR, wohingegen das Dahon auf dem Flohmarkt in einem etwas liebloseren Zustand für 60 EUR zu haben war. Brompton ist halt auch eindeutig die beliebtere und renomiertere Marke. Das Brompton gilt für viele als das beste Klapprad. Von der Qualität her sind die beiden Räder jedenfalls nicht so weit auseinander, wie es meine Kaufpreise glauben machen. Beide sind aus Stahl, was aus meiner Sicht besser ist als Aluminium. 

Gewogen habe ich beide Räder jetzt noch nicht, aber ich denke wir liegen bei beiden Rädern bei rund 13 kg - das Brompton allerdings mit Schutzblechen, Licht und Gepäckträger. Das Dahon nackt. 


Mittwoch, 8. Juli 2026

7.7.26:

Heute habe ich endlich das Dahon entkernt. Schutzbleche ab, Gepäckträger ab, Klingel ab, Flaschenhalter ab, Dynamo ab, Licht ab, Sattel neu. Dann die Kette gefettet, Luft auf die Reifen und erste Probefahrt gemacht. Interessant. Es fährt sich ganz OK, gefühlt jedoch nicht so angenehm wie das Brompton. Für das Zusammenfalten musste ich mir erst mal ein Tutorial auf Youtube anschauen, jetzt klappt es. Es ist sogar recht kompakt, besonders wegen der Teleskop-Sattelstütze ist es sogar weniger hoch als das Brompton, geht dafür aber mehr in die Breite. Ausserdem liegt der Antrieb außen, was bei dem Brompton definitiv schöner gelöst ist. 

Ich habe jetzt noch ein paar Euro in die Hand genommen und mache noch die Bremsen und die Reifen neu. Die Schaltung muss auch noch eingestellt werden, der Schaltzug von der Torpedo Dreigangnabe ist ein bisschen zu lang. 

Freitag, 3. Juli 2026

3.7.26

Gestern hatte ich den Tesla in der Werkstatt: Die Bremsscheiben und die Belege waren nach rund 95000 km komplett durch, nicht wegen Abnutzung, sondern eher wegen Nichtnutzung. Ich muss sagen, ich war von der Abwicklung der Reparatur äußerst angetan. Alles ging komplett über die App, und ich hätte für den kompletten Vorgang mit keinem einzigen Menschen reden müssen. Habe ich aber trotzdem gemacht, weil ich im Tesla Center in Koblenz in der Spieleecke ein cooles Malbuch gesehen habe, was ich gerne für Leni mitgebracht hätte. Also habe ich dann mit dem Kerl an der Serviceannahme gesprochen, der mir dann gleich noch eine Probefahr angeboten hat. Ich habe mich aber entschieden, weiter "Home Office" zu machen und den kostenlosen Kaffee und die Coke zu konsumieren. Irgendwann hat die App dann gesagt, dass die Karre fertig ist, und ich bin nach Hause gefahren. 

Meine letzten Termine bei Skoda oder VW waren weit weniger erfreulich. Da muss man Tesla wirklich mal loben. Auch wenn es ein Unding ist, dass diese Bremsthematik so aufgetreten ist. 

Samstag, 13. Juni 2026

13.6.2026:

Das Brompton hat jetzt nach rund 10 Jahren in meinem Besitz rund 4300 km runter, und nach der Duisburg Steel musste ich mich um einen neuen Schaltknopf für das Schlumpf Drive kümmern. Dank des 3D-Druckers habe ich diesen nicht auf der Drehbank gedreht, sondern einfach gedruckt. Dauert nur 5 Minuten, und danach muss man nur noch schnell ein Gewinde nachschneiden. Fertig. Wenn er also wegfliegt, dann kann man einfach schnell einen neuen drucken, und für längere Touren wie in Duisburg einfach mal auf Verdacht  einen Ersatz-Knopf einpacken. 

Wie sieht es denn so mit den Betriebskosten für das Brompton aus? Über die gesamte Lebensdauer habe ich 1637 EUR in das Rad investiert, inklusive der Anschaffung im Herbst 2016. Pro km bin ich also aktuell bei rund 38 Cent, was eigenltich ziemlich viel ist. Ein paar Investitiionen waren natürlich eher kosmetischer Natur, z.B. muss ich ja nicht zwingend einen veganen Brooks Sattel haben, aber der überwiegende Teil ging schon in funktionale Verbesserungen. Z.B. das Schlumpf Drive, mit dem ich von 3 auf 6 Gänge verdoppelt habe, und das es mir ermöglicht, so gut wie jeden Anstieg zu fahren. Dass die Reifen nicht lange halten, obwohl es Schwalbe Marathon sind, ist ein Problem, was meinem Gewicht und dem kleinen Radumfang geschuldet ist. Die aktuellen Reifen sind jetzt aber immerhin schon 800 km drauf und sehen noch sehr gut aus. Bei 3000 km blitzte dann beim letzten die Pannenschutzeinlage aus dem Reifen heraus. 

Aktuell rutscht der 2. Gang manchmal etwas durch, das liegt aber hoffentlich nur an der Stellung des Schaltzugs. Muss ich mal untersuchen, tritt nur bei Last auf. 

Mittwoch, 3. Juni 2026

10. Teilahme am JP Morgan Lauf

 Zehnte Teilnahme am JP Morgan Lauf mit der bisher zweitschlechtesten Laufzeit:

2000 00:36:38
2002 00:39:47
2003 00:31:15
2004 00:30:57
2005 00:27:42
2006 00:30:49
2009 00:30:49
2014 00:30:37
2024 00:38:13
2026 00:38:40

  

Trotzdem recht zufrieden, weil ich konstant durchgelaufen bin. Ich wusst auch vorher schon, dass ich eine 38er Zeit laufen würde. 

Sonntag, 31. Mai 2026

Duisburg Steel 2026

Perfektes Wetter dieses Jahr bei der Duiburg Steel, und von den drei Starts bisher habe ich das bequemste Rad ausgewählt. Im ersten Jahr war ich mit dem gelben Klapprad unterwegs und bin dann auch nur 58 km gefahren, weil die Sitzposition einfach zu weit hinter dem Tretlager war und ich das Gefühl hatte, dass mir der Rücken durchbricht.

Letztes Jahr dann mit Herr Sauer auf dem Klapptandem. Da habe ich den Fehler gemacht, einen ungetesteten Sattel zu montieren. Was sollte da schon schiefgehen? Auch hier wieder Rücken und auch mächtige Probleme mit dem Sitzen. Die 112 km sind wir dann aber trotzdem gefahren. Nicht besonders schnell, aber angekommen und stolz.

Dieses Jahr war dann das Brompton dran: 6 Gänge, also konnte ich auch bequem die 72 Hm zur Halde hoch, und in der Ebene standen mir zwei schnelle Gänge zur Verfügung. Alles an dem Rad ist über 4000 km eingefahren und erprobt, so auch der vegane Brooks-Sattel. Einziges Manko ist die Wegbeschaffenheit, die nicht immer mit den auf 7,5 bar aufpumpten 35 mm breiten Reifen kompatibel war. Besonders der kleine Raddurchmesser von nur 16 Zoll verhindert hier den idealen Fahrkomfort, da kann auch die Feder im der Schwinge vom Hinterrad nix ausrichten. 

Trotzdem habe ich gut durchgehalten, auch mit der Hilfe des Präsidenten vom Pfälzer Klappvereins, bei dem ich einige Kilometer im Windschatten "gelutscht" habe. 

Defekte gab es eigentlich keine, wenn man mal davon absieht, dass mir auf einer dieser Schotter-Passagen der linke Schaltknopf vom Schlumpfdrive weggeflogen ist. Der war damals noch aufwendig handgedreht auf meiner heimischen Drehbank. Mittlerweile haben wir ja einen 3D-Drucker, sodass der nächste Schaltknopf einfach gedruckt wird, und wenn er wegfliegt, wird erneut einer gedruckt. 

Nächste Jahr könnte man dann mal mit dem 28"-Tandem antreten, oder mit dem Singelspeeder, oder was neues bauen? Eigentlich nicht, 30 Fahrräder sind definitiv genug. 

 

Am Start auch das Original Fahrzeug aus der Serie Schimanski mit einem Papp-Schimi zum Selfie machen

herrlisches Wetter
Fährüberfahrt bei km 90 - jetzt ist es nicht mehr weit...


Die Medaille ist übrigens nicht aus "Steel" - der Thomas hat den Megnettest gemacht später

Mehrfachteilnehmer bekommen einen Lorbeerkranz um die Startnummer herum

Das Rad hat an dem Tag viel Staub gefressen und steht erschöpft im Zielbereich.
Hier ging es lang
Das Team: Präsident, Sauer, Anette, Franz, Frank, Axel, ich, Michi. Thomas

kurzes Bad im Rhein, während wir auf die Fährt warten


 

 

Dienstag, 12. Mai 2026

12.5.2026:


Das ist Agnes Junghans, unsere neue Mitbewohnerin. Sie ist 99 Jahre alt und kam direkt aus Thomas Sauers Fohmarktfundus zu uns. Leider fehlt ihr das Pendel, sodass ich dieses mit dem 3D-Drucker nachbilden musste. Ich variiere seit Tagen die Länge des Pendels, um die Uhr halbwegs richtig gehen zu lassen. Heute Abend habe ich ein neueres, kürzeres Pendel eingehängt, das letzte Pendel machte noch so ungefähr 10 Minuten minus am Tag. Jetzt bin ich vorsichtig optimistisch, drucke aber gerne noch ein paar weitere Pendel aus. Ideal wäre natürlich ein justierbares Pendel, dafür will ich aber die ungefähre Länge ermitteln. 

Donnerstag, 7. Mai 2026

7.5.26:

 

So eine überdimensionierte, leuchtende Wallbox wäre jetzt nicht meine Wahl, aber diese kleine CEE Dose war ich bereit noch ins Gehäuse der Schranke zu integrieren. Da kann man dann bei Bedarf eine kleine mobile Wallbox anstecken. Aber auch z.B. den Staubsauger, wenn man mal das Auto aussaugen will. Oder einen Betonmischer. Kurz: Der Mehrwert einer Drehstromsteckdose gegenüber einer Wallbox ist immens, und die letzten 88000 km hatte ich vielleicht zwei, drei Mal den Bedarf, die Karre aufzuladen. Dank meines Wohnorts am Berg komme ich immer mit negativem Verbrauch am ersten HPC an, sodass ich den Wagen theoretisch mit 0% vor der Tür stehen habe. Wenn man aber mal morgens keine Zeit hat, kann man über Nacht laden und morgens direkt bis zu 599,4 km weit kommen :-)

Die Dose in die Schranke zu bauen war ein Highlight. Ich liebe es, mit der Flex zu arbeiten, hier musste sogar die richtige 230V-Variante ran, weil die Akku-Makita dem Stahlgehäuse nicht Herr wurde.  

Sonntag, 3. Mai 2026

3.5.26:

Gestern habe ich den Shelly Schalter in der Bonanzaschranke gegen einen "PRO" mit Ethernet-Anschluss getauscht. Die WLAN-Signale hatten immer Probleme, aus dem Metallgehäuse des Schrankengehäuses herauszusenden. Damit ist jetzt Schluss, und weil nun mal schon eine Netzwerkleitung liegt, kann ich auch noch das Janitza-Gerät von dem kleinen PV-System online bringen. Da wird dann wohl ein weiterer Switch fällig. Der Plan damals vor 10 Jahren war eigentlich, komplett nur mit dem Hauptswitch im Netzwerkschrank auszukommen, jetzt sind es aber bereits 5 Unter-Switche. Als nächstes kommt eine CEE-Steckdose ins Schrankengehäuse, sodass ich auch mal den Wagen laden könnte. Die 6mm²-Leitung geht jetzt endlich ins Haus, allerdings sind die letzten 5m noch mit 1,5mm² angebunden, sodass ich beim Ladevorgang vielleicht besser nicht über 10A (also 7 kW) gehen sollte. Generell finde ich es sowieso noch sehr bedenklich, dass eine Vollladung am Tesla ungefähr dem Verbrauch von 4 Tagen entspricht

Samstag, 2. Mai 2026

600 km mit dem Tesla Model Y

 

Der Model Y Long Range schafft also tatsächlich die Reichweite, mit der er angegeben ist. Bei den gefahrenen 599,4 km waren dann noch 1,3% im Akku drin, und theoretisch sind dann noch so ca. 4% versteckte Reserve drunter. Aber man sollte sein Glück nicht zu sehr herausfordern, und man muss ja dann auch einne Ladesäule finden, die am Ende einer solchen Strecke liegt. In meinem Fall bin ich mit 100% an der AC-Ladesäule in Rüsselsheim losgefahren und nonstop bis nach Calais. Als ich losgefahren bin, habe ich erst mal die drei vorgeschlagenen Ladestopps entfernt, woraufhin mit das Navi -48% Ladezustand zur Anknuft prognostizierte. Das fährt sich dann sukzessive hoch, das habe ich schon öfters geübt, z.B. auf einer Fahrt nach München. Der Verbrauch hat sich dann auf bis zu 10,6 kWh eingeregelt. Es waren perfekte Bedingungen. Die Außentemperatur betrug tagsüber 22 °C, sodass der Akku vermutlich in einem sehr guten Bereich war. Gegen Abend - die Fahrt dauerte rund 8 Stunden - verringerte sich die Außentemperatur auf bis zu 13 °C und mit ihr ging der Verbrauch auf 10,95 kWh hoch. 

Wie muss man fahren für diesen niedrigen Verbrauch?

man muss sich mittelschnelle LKWs suchen. Also am besten die, die so um die 92 km/h fahren. Diese kleinen 3,5-Tonner, die teilweise über 100 fahren sind definitiv zu schnell. Also am besten sucht man sich den erstbesten LKW und fährt solange hinter ihm her, bis er von einem schnelleren LKW überholt wird. 

Der Abstands-Tempomat eignet sich leider nicht für so eine Challenge, weil der Abstand zum LKW zu hoch ist und man nicht optimal im Windschatten ist. Man muss also tatsächlich die ganze Zeit mit dem Gaspedal fahren, könnte aber theoretisch den Lenkomat drinlassen. Ich nenne es jetzt mal nicht Autopilot, weil es tatsächlich nur ein Abstandstempomat mit Spurhalteassistent ist.

Selbstverständlich kann man ohne Klimaanlage den Verbrauch deutlich optimieren. Ich muss sagen, ich kam mit dem einen Spalt weit geöffneten Fenster ganz gut klar, und dank der ANC-Kopfhörer von Apple konnte ich sogar gut telefonieren. Auf das Soundsystem habe ich während der Fahrt allerdings nicht verzichtet. 

Wie hoch war der Verbrauch wirklich?

Der "echte" Verbrauch zeigt sich beim Aufladen: Die Ladeverluste sind leider auch ein Teil der Wahrheit, genauso wie die Verluste, die der Tesla durch diverse Verbraucher beim Stehen mit aufschlägt. Nach dem Aufladen auf dem Carrefour-Parkplatz in Calais zeigte sich dann der echte Verbrauch: 12,48 kWh auf 100 km bzw. einen Gesamtverbrauch von 74,8 kWh  

Bringt das langsame Fahren etwas?

NEIN! Am besten fährt man den Tesla mit 120 bis 140 km/h. Dann verbraucht er rund das Doppelte, also so um die 25 kWh, und mit einem Laderegime 0%-50%-0% kommt man  jeweils gut 150 km. Man macht also so ca. alle 90 Minuten eine Pause, in der man 16 Minuten nachlädt. Oder noch besser lässt man die Langstrecke ganz sein, obwohl ich sagen muss, dass ich jetzt einige Fahrten über 1000 km unternommen habe, die deutlich weniger nervig waren als befürchtet. 

Sonst irgendwas optmiert?

Die original Radkappen sollen ja etwas zum Verbrauch beitragen, diese sind entsprechend drauf. Die Reifen selbst sind auf 3,4 bar, also rund 0,5 bar höher als der Bordcomputer empfiehlt. Ansonsten bin ich einfach gefahren, sogar das Beschleunigungsverhalten habe ich nicht auf "lässig" stehen. Und ich habe während der Fahrt so gut wie nicht gebremst, das heißt ich bin auch sehr vorausschauend gefahren und habe immer regenerativ gebremst. 

600 km trotz 85 Tkm auf dem Tacho

Der Akku hat jetzt schon 85000 km runter, ich habe auch schon eine gewisse Degradation gemessen. Als der Wagen neu war, hat er noch gut 80 kWh pro Vollladung aufgenommen, jetzt sind es noch knapp 76.


Also wären bei dieser Fahrweise mit fabrikneuem Akku vielleicht sogar 30 km mehr drin gewesen.  


 

Samstag, 25. April 2026

24.4.26:

 

Vorgestern ist meine Lampenhalterung, die ich für den Steckanschluss am Fizik-Sattel gedruckt habe, auseinandergeflogen. Man muss mit dem PLA-Material wirklich sehr kompakte Strukturen drucken, damit da nichts abbricht. Gerade am Fahrrad, wo es zu permanenten Stößen durch Schlaglöcher und Unebenheiten kommt, die beim Rennrad kaum gedämpft werden, muss man hier sehr aufpassen. Deshalb ist die neue Version meiner Halterung sehr kompakt. Trotzdem erfüllt sie die beiden Kernfunktionen der alten Halterung: Garmin-Rückleuchte halten und einen Airtag. Befestigt wird die Halterung dieses Mal mit einem zentralen Kabelbinder, der dann also beim Batteriewechsel des Airtag aufgeschnitten und danach ersetzt werden muss. Auch das Fach für den Airtag ist noch nicht perfekt: Ich konnte ihn mit ein wenig Kraft reindrücken, bin mir aber nicht sicher, ob ich jemals noch mal rausbekomme, ohne die Halterung zu zerstören. 

Mittwoch, 22. April 2026

22.4.26: schneller Riemenwechsel auf dem Aiwa LX-70

Der Aiwa LX-70 ist nicht nur mein preisgünstigster Plattenspieler - ich habe ihn für stolze 5 EUR auf dem Flohmarkt erworben - er ist auch sehr einfach zu reparieren. Heute Abend wollte ich in Ruhe die Ancient Heart von Tanita Tikaram hören, als der Plattenspieler nur noch ein monotones Antriebsgeräusch von sich gab und der Tonarm in der oberen Position verharrte. Das wird dann wohl der Antriebsriemen für den Anhebemechanismus des Tonarms sein. Ein Blick durch die Revisionklappe bestätigte meine Vermutung. Ich entschied, dass ein Austausch durch diesen Revisionszugang nicht möglich ist, und so löste ich sieben Schrauben, um den Deckel des Plattenspielers zu entfernen. Dann noch zwei Wellen ausgebaut, und ganz fachmännisch einen Haushaltsgummi montiert. ÜBERGANGSWEISE. Aber es funktionierte. Zwei Minuten später war der Plattenspieler wieder zugeschraubt, leider mit zwei Schrauben weniger, die irgendwo unter die Couch gepurzelt sind. Die Tanita Tikaram Platte konnte ich dann in Ruhe hören. Der nächste Einsatz wird dann wohl der andere Riemen sein, der den Tonarm über die Platte bewegt. Vielleicht bestelle ich dann mal einen Originalsatz und mache beide Riemen neu. Mal sehen...




 

Freitag, 3. April 2026

3.4.26:

Schönen Kurzurlaub um Pfälzer Bergland verbracht. Auf dem Potzberg mit den Kindern einen sehr schönen Tierpark mit interessanter Greifvogelschau besucht. Wirklich sehr sehenswert. Und die wahrscheinlich zweitlängste Draisinenstrecke Deutschlands gefahren. Leider haben diese Touri-Draisinen meistens keine Gangschaltung, und die Geschwindigkeit bei Norm-Trittfrequenz liegt dann irgendwo bei 10 km/h. Wir sind im Schnitt 12 km/h gefahren und haben mal kurz eine Vmax von 19,9 km/h laut GPS gemessen.  Generell soll mal auf der Draisine aber eher entspannen, und so haben wir die Fahrt entlang der Glan auch eher genossen. 

Die Unterkunft in der Burg Lichtenberg war auch sehr schön, in der Burg gab es sogar noch ein kleines Museum mit Geologie-Schwerpunkt. Die Kinder haben in den vier Tagen erstaunlich wenig Zeit vor dem Handy verbracht und wir mussten uns um nix kümmern. 

Die neuen Schuhe haben sich als noch bequemer als meine Hausschuhe herausgestellt, und obwohl ich zur Sicherheit noch ein paar Nike-Gore-Tex-Trailschuhe eingepackt habe, kam ich nur mit dem Paar Minimalschuhe aus. Meine anfängliche Angst, sie würden einfach zu viel Zeit zum Schnüren in Anspruch nehmen, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet: Die Schuhbändel gleiten im Nuh über die obersten Ösen zurück, sodass sie in Sekundenschnelle an- und ausgezogen sind. Und, no surprise, in der Jugendherberge laufen noch einige andere Ökos mit den gleichen Schuhen herum. Meistens sogar gleich im Familienverbund. Ich glaube, dieser Schuh ist so ein bisschen das iPhone des Soja-Sören. 

Mittwoch, 25. März 2026

erster Eindruck meiner neuen Wildling "Ino Stone" - der Bio-Chuck's für den Öko-Freak

mal von dem bescheuerten Namen abgesehen sind die Minimalschuhe recht interessant: Ich wollte eine Alternative zu den Sockenschuhen haben, die in Sachen Barfußschuh die konsequenteste Umsetzung sind. Leider sieht man mit den Sockenschuhen immer so aus, als hätte man das Haus aus Versehen ohne Schuhe verlassen. Der Wildling hat eine deutlich dickere Sohle, und diese "Aha"-Erlebnis bleibt dann ein wenig aus, wenn man über Unebenheiten wie Pflasterwege oder kleine Steine läuft. Trotzdem ist der Schuh angenehm zu tragen. Der Bezeichnung "Minimalschuh" wird er durchaus gerecht, er wirkt sehr leicht und hat verglichen mit einem "normalen" Schuh eine sehr dünne Sohle. Wie ein "Chuck's" könnte man meinen, aber dann kommt der sehr breite Zehenbereich, der seinen Anteil zum guten Tragekomfort beiträgt. Leider kommt hier auch der Optikanteil her, der dem Schuh eine gewisse Kinderschuh-Anmutung verleiht. OK, die meisten Wildlinge werden vermutlich auch von den Kindern irgendwelcher Öko-Eltern getragen. Das ist jetzt nicht unbedingt despektierlich gemeint, schließlich kommt der Schuh äußerst nachhaltig daher: Er besteht aus Öko-Baumwolle, Hanf, Flachs, recycletem Polyesther, natürlichem Gummi, recycletem Synthetikgummi usw... Auch die Verpackung scheint nur aus Pappe und Papier zu bestehen. Und beworben wird er mit "vegan"

Über den Preis von über 100 EUR kann man jetzt natürlich streiten, am Ende muss er sich über die Zeit bewähren. Wenn er die nächsten drei Jahre von mir häufig benutzt wird - das ist nicht 100% klar, weil es ein Schnürschuh ist und ich ein wenig faul bin - und er dann immer noch nicht auseinandergefallen ist, dann würde ich sagen, dass es ein guter Schuh ist.  

Samstag, 21. März 2026

21.03.26:

Zusammen mit meinem Einrad und dem Specialized Laufrad von Lene reicht die Sammlung bei uns daheim für ein Fahrrad-Quartett. Ich glaube, ich sammle mal die Daten, die ich für die Erstellung bräuchte

Phase 1 des Liegerad-Aufbaus: Der Sitz muss neu bespannt werden. Dafür habe ich 30 m Expanderseil bei eba* bestellt. Damit bindet man die Sitzfläche ans Gestell, sodass man eine Art leicht gedämpfte Hängematte erhält. Nach diesem Schritt steht einer ersten Probefahrt erst mal nix mehr im Wege.

21.3.26: Neues Fahrrad

 Mit dem Radius Peer Gynt habe ich heute mein erste Liegerad gekauft. Aber wie viele Räder habe ich eigentlich?

1. Rennad Wheeler Titan

2. Mountain Bike Wheeler Titan

3, Cervelo P3 Alu

4. Müsing Triathlon Rad

5. Softride Powerwing 650

6. Titan Triathlonrad

7. gelbes Klapprad Europa

8. graues Klapprad Vaterland mit Agresti Vorderwagen 

9. BMX Redline

10. Brompton 6-Gang 

11. Dahon Edelstahl Klapprad

12. weißes Bahnrad Alu

13. Specialized Rockhopper Stahl Singlespeeder

14. Oranges Klapprad Elektroumbau Bafang

15. blaues Klapprad von Rüdiger Klemm

16. Bonanza-Klapprad

17. schwarzes Trekkingrad Alu "Dark Hans"

18. oranges / goldenes Klapprad Europa

19. Tandem Stahl 28"

20. Full Suspension MTB Alu

21. Rollentrainerbike "Hunter" Alu

22. Radius Peer Guynt Liegerad rot Stahl 

_________

Dazu kommen noch Räder vom Rest der Familie:

1. weißes Klapprad von Catrin

2. rotes Cube MTB Alu Catrin

3. rotes Cannondale Rennrad 650C Catrin

4. gelbes Puky Lene Stahl (kann weg)

5. rosa Cube 16" Stahl Lene

6. grünes Klapprad Nele (unfertig)

7. blaues Specialized Hot Rock 24" Stahl Nele

8. rosa Puky Lillifee (kann weg) Lene

 

Dienstag, 17. März 2026

17.3.2026:

vorletzte Woche gab es kleine Tomaten beim Frühstück, und irgendwie sind wir drauf gekommen, dass man die Kerne ja zum Anzüchten von kleinen Tomatenpflänzchen verwenden könnte. Aus einem mir nicht ersichtlichen Grund war unsere große Tochter Feuer und Flamme und begann damit, die kleinen Kerne auf dem Teller einzusammeln. Wir haben kurz in der Youtube-Akademie geschaut, wie das genau geht und haben uns "freestyle" dazu entschieden, die Kerne zu waschen und zum Keimen auf einem Stück Küchenrolle auszubreiten. In den meisten Videos wurde empfohlen, die Kerne erst mal zu trocknen. Aber es klappte auch so: Ein paar Tage später begannen die Kerne zu keimen, und die Tochter begann damit, die Keimlinge in Anzuchterde in kleinen Schälchen auszusetzen. Sie hat sogar angefangen, den einzelnen Pflänzchen Namen zu geben. 

Samstag, 14. März 2026

14.3.26:

 Mal wieder Langstrecke mit dem Model Y gefahren. Fazit:

2199 km Bärstadt => Wales => Bärstadt mit "nur" 3:06 Stunden Ladestopps, verteilt auf  5 Ladestopps auf der Hinfahrt und 7 auf der Rückfahrt. Dabei betrug die durchschnittliche Ladeleistung 122 kW. Der Gesamtverbrauch lag bei rund 500 kWh, wobei während Tour nur 379 kWh nachgeladen wurden. Der Rest waren zwei Ladungen vor Ort in Wales sowie die Differenz aus Anfangs- und Endladestand des Akkus.

Die längste Strecke am Stück waren 425 km von Wales bis an die Fähre in Dover, hier profitierte der Verbrauch von dem Tempolimit in UK. Der gesamte Durchschnittsverbrauch lag bei 23,5 kWh 

Die Ladestrategie war immer, möglichst weit an die 0% runterzufahren, um dann von dort bis 50% zu laden, falls die Ladestation eine hohe Anfangsleistung liefert. Ab ca. 45% fällt bei meinem Model Y die Ladeleistung meistens auf unter 100 kW So waren viele Ladepausen tatsächlich nur rund 15 Minuten lang. Mit den nachgeladenen 40 kWh kann man dann entsprechend des Verbrauchs knapp 200 km fahren, sodass der Zyklus aus Fahren und Ladepause so ca. alle 2 Stunden wiederholt.

  

Samstag, 21. Februar 2026

21.2.26:

Heute kam mit dem Tesla Update endlich Grok auf den Bordcomputer. Habe heute während einer Autofahrt mal ein bisschen mit Grok gesprochen und mich zunächst ganz technisch über Dieselgeneratoren und USV-Batterien informiert, um mir danach im "Conspiracy"-Modus über Aliens informieren zu lassen. Sehr witziges Features, aber schon bei den Diesel und den Batterien waren einige Halbwahrheiten mit dabei.