Samstag, 26. September 2026
26.9.2026:
Mittwoch, 23. September 2026
23.9.26:
Das kompakte Faltmaß des Dahon macht das ansich etwas merkwürdige Rad attraktiv: Nicht nur in diesen Koffer passt es, man bekommt es auch (geradeso) in den Subtrunk vom Tesla Model Y. Das heißt, man hat ein mehr oder weniger vollständiges Fahrrad dabei und kann trotzdem den oberen Kofferraum vollständig nutzen. Erneut zugegeben, das Brompton war auch schon im "Subtrunk" vom VW Golf, wobei das damals kein wrklicher Kofferraum, sondern die Mulde für das nicht vorhandene Reserverad war. Hier kann man also nicht wirklich sagen, welches Bike hier potentiell besser verstaubar ist. Was man definitiv sagen muss: Das Brompton hat die größeren Laufräder, fährt sich angenehmer und faltet sich wesentlich schneller. Das Brompton ist mit ein bisschen Übung in 10 Sekunden gefaltet, während man beim Dahon nach erfolgreichem Abschluss an der Youtube-Akademie immer noch riskiert, sich die Finger zu klemmen oder an der Faltreihenfolge zu scheitern. Weiteres Pro des Brompton ist die Lager der Kette im Inneren des zusammengefalteten Zustands.
Fasznierend, das beide Konzepte ursprünglich schon in den 80ern auf dem Markt waren, und das beide sich zu kompakt falten lassen. Seitdem ist nicht mehr wirklich viel passiert auf dem Klappradmarkt.
22.9.26: mit dem Liegerad auf der Bahn
Ein bisschen ernüchternd war heute meine erste Testfahrt auf der Bahn. Positiv zu vermerken ist erst mal, dass ich nicht umgefallen oder entgleist bin. So richtig schnell war es aber noch nicht. Die schnellste Runde lag bei 44,7 Sekunden bzw. 36,3 km/h. Für diese Runde zeigte die Uhr 335 Watt an. Zum Vergleich: mit dem Cervelo bin ich eine Rundenzeit von 41,1 Sekunden mit 283 Watt gefahren. Beim gelben Klapprad wiederum zeigte die Uhr bei zwei verschiedenen 47,1 Sekunden Runden eine Leistung von 313 und 286 Watt an.
Also was tun? Bei den Laufrädern ist das Rad schon ausgereizt, und Scheibe plus Trispoke ist die gleiche Kombination wie beim Cervelo. Was ich jetzt noch machen kann, ist zu versuchen, die Sitzposition etwas flacher zu gestalten. Dazu kann man die Neigung des Sitzes noch ein paar Grad nach hinten drehen. Die Position des Lenkers ist auch fragwürdig. Dadurch verbreitert sich die Fläche des Oberkörpers im Wind noch durch die Fläche meiner beiden Arme. Aber ob man das Lenkkonzept ändern kann? Der Rest ist eigentlich schon gut.
Samstag, 19. September 2026
19.9.26:
Schon konnte ich die erste Probefahrt mit der verbesserten Sitzposition, ca. 10 cm weiter hinten ausprobieren. Fazit: Anfahren klappt jetzt ein bisschen besser, Kurven sind immer noch Glückssache. Der Wenderadius von diesem Fahrzeug ist halt ungefähr wie bei einem Kreuzfahrschiff. Ich muss dringend mal auf die Bahn in Schopp mit dem Teil...
Bisher fühlt sich das Fahren auf dem Rad interessant aber immer noch fern von bequem an. Ich merke, wie ich verkrampft sitze und die Bauchmuskeln arbeiten. Beide Hände habe ich ständig am Lenker, jeder kleinste Lenkeinschlag wirkt sich vervös auf die Fahrspur aus.
Mittwoch, 16. September 2026
16.9.2026:
Heute endlich die erste kurze Probefahrt mit dem Liegerad. Nur 2km bis zur Umkehr und zurück, und festgestellt, dass ich eigentlich nur bergab anfahren kann. Das Liegerad will viel schneller zur Seite kippen als ein normales Rad, und so muss man irgendwie hoffen, dass der Schwung mit dem ersten Bein ausreicht, um das zweite Bein auch auf die Pedalen zu stellen. Ansonsten muss man noch mal neu probieren. Wenn es dann rollt, dann geht es eigentlich. Durch die Fahrt ist es stabil, wenn auch deutlich nervöser als ein echtes Rad. Ich muss jetzt noch probieren, die Sitzposition maximal nach hinten zu verlegen, um mit den Beinen einen besseren Winkel zu erreichen. Dann vielleicht mal in den Kofferraum werfen und mal nach Schopp. Mal sehen, wie schnell es ist.
Der Umbau umfasst jetzt schon die Laufräder, Bremsbelege und den Abbau sämtlicher unnützer Teile, wie Dynamo, Licht, Schutzbleche, Gepäckträger und anderen Kleinkram. Es sieht schon recht schnittig aus jetzt.
Freitag, 11. September 2026
11.9.2026
nächstes Projekt Peer Guynt. Heute ist endlich das Vorderrad gekommen, und ich stelle erfreut fest, dass es trotz abweichende ETRTO reinpasst. Zur Not hätte es auf jeden Fall auch ins Klapprad gepasst, aber es ist im Liegerad besser aufgehoben. Und es passt so herrlich zur Citec-Scheibe. Am Rad selbst wird noch einiges weg-gecleant: Ich denke, mindestens die Lichtanlage und die Schutzbleche werden abmontiert. wahrscheinlich auch der Gepäckträger. Allerdings muss man sich da vorher überlegen, wie man ohne Gepäckträger Sachen transportiert, weil Rucksack ist ja hier nicht. Mal sehen, was ich mit der Schaltung mache, aber die Länge der Kette spricht erst mal dafür, mit dem 3x7-Setup weiterzumachen.
Sitz muss immer noch weiter hinter, und aktuell ist die Enttäsuchung groß, dass auf dem Citec Scheibenrad ein Campa-Rotor drauf ist. Also muss ich erst mal einen Shimano bestellen und kann heute definitiv keine Probefahrt machen.
Donnerstag, 10. September 2026
Sonntag, 6. September 2026
Kalmit Klapprad Cup 2026
Wie immer knapp über 400 Hm, wie immer in den letzten Jahren restlos ausgebucht. Knapp 1200 Teilnehmer, und weitere 350 wären gerne gestartet, wurden aber auch aus Gründen der Sicherheit abgewiesen und auf 2027 vertröstet, wo sie eine Startplatzgarantie haben.
Die Stimmung war noch grandioser als in den vergangenen Jahren, die Strecke sah teilweise aus wie bei der Tour de France. Jubelnde Zuschauer von Start bis Ziel, mit ein paar Hotspots, wie z.B. am Waldhaus. im Bereich des letzten Wanderparkplatzes. Fahrzeiten von 20 Minuten der Sieger und knapp 90 Minuten der Leute, die vom Besenwagen verfolgt werden, alles war drin. Ich war mit rund einer Stunde auch recht langsam, hätte aber ohne Anhänger sicher eine etwas bessere Zeit gehabt.
Bergab wie immer eine lustige Mischung verschiedenster Stratgien, heil anzukommen: Die einen haben sich Holzbretter unter die Schuhe geschnallt, mit denen sie gebremst haben, die anderen haben geschoben. Wer sich auf seinen Rücktritt verlassen hat, der hat oft Rauchzeichden in Form von zu heiß gewordenem Bremsmantelfett ausgesendet. Manche haben einfach rollen lassen. Meine Strategie auf den ersten 4 km war es, das Rad zu Santa auf den Hänger zu stellen und gemütlich hinab zu spazieren. Die Deichsel kann ich dafür sogar zum Handgriff umstecken. Bis ungefähr zum Waldhaus, wo ich dann sicher war, auf den letzten rund 100 Hm die Bremse nicht zu überfordern. Ging gut, und ich wurde unten von der Familie empfangen, und Nele und Lene sind dann noch bis zum Wohnwagen auf dem Hänger mitgefahren.
Unser Lager war jetzt im dritten Jahr bei Jochen auf der Wiese, wo wir nah am Start waren und trotzdem unsere Ruhe hatten.
Neben der Fahrt auf die Kalmit ist der KKC natürlich auch immer ein rauschendes Fest mit Weinschorle, Musik, Tanz und in diesem Jahr einer tollen Lichtshow, die Polarlichtern nachempfunden war. Und es ist natürlich eine Rückkehr zu Freunden. Alle Klappradbegeisterten treffen sich hier im Mekka der Klappradwelt. Es wird gebabbelt, gefachsimpelt, gesungen und sich ausgetauscht, was man als nächstes mit seinem Klappürad anstellen will. Einfach nur schee!





