Sonntag, 6. September 2026

Kalmit Klapprad Cup 2026

Der diesjährige Kalmit Klapprad Cup war mal wieder ein großes Fest!  Im Gegensatz zu den letzten Teilnahmen ist es mir dieses Mal gelungen, einen kleinen "Motivwagen" zu bauen. Da das Motto "Nordklapp" war, habe ich mich für einen Rentierschlitten entschieden. Das war ein beliebtes Motto, neben "Sauna", Astrid Lindgreen, IKEA usw. Als Basis meines Wagen dient der historische Milchwagen, den ich in den vergangenen Wochen restauriert habe. Jetzt ist er nicht mehr historisch, weil nur noch die Mittelachse übrig ist. Der schöne, leider vom Holzwurm zerkaute Lattenaufbau ist einer schnöden Siebdruckplatte gewichen, die auch noch mit Airlineschienen verunstaltet ist. Aber als Gerüst für den Santaschlitten hätte ich nix besseres finden können. An den Airlineschienen habe ich einen dünnen Holzrahmen befestigt, der wiederum der Rahmen für insgesamt fünf Isomatten war. Ein bissi Kabelbinder und ein elektrisch aufgeblasener Weihnachtsmann, und schon stand das Konzept. Die Bordelektrik kam von dem 8Ah-LiFePO Akku, den ich probehalber mal für das elekrische Skateboard gekauft habe, wo er aber nie zum Zug kam. Dazu noch die JBL Charge 3 für die passende Musik (Weihnachtslieder), und schon konnte es mit dem gefühlt 25kg schweren Hänger hoch auf die Kalmit gehen. Ich war Rudolph. Oder Vixen. Oder welches Rentier auch immer, und zog den fröhlich winkenden Santa den Berg hinauf. 

Wie immer knapp über 400 Hm, wie immer in den letzten Jahren restlos ausgebucht. Knapp 1200 Teilnehmer, und weitere 350 wären gerne gestartet, wurden aber auch aus Gründen der Sicherheit abgewiesen und auf 2027 vertröstet, wo sie eine Startplatzgarantie haben. 

Die Stimmung war noch grandioser als in den vergangenen Jahren, die Strecke sah teilweise aus wie bei der Tour de France. Jubelnde Zuschauer von Start bis Ziel, mit ein paar Hotspots, wie z.B. am Waldhaus. im Bereich des letzten Wanderparkplatzes. Fahrzeiten von 20 Minuten der Sieger und knapp 90 Minuten der Leute, die vom Besenwagen verfolgt werden, alles war drin. Ich war mit rund einer Stunde auch recht langsam, hätte aber ohne Anhänger sicher eine etwas bessere Zeit gehabt. 

Bergab wie immer eine lustige Mischung verschiedenster Stratgien, heil anzukommen: Die einen haben sich Holzbretter unter die Schuhe geschnallt, mit denen sie gebremst haben, die anderen haben geschoben. Wer sich auf seinen Rücktritt verlassen hat, der hat oft Rauchzeichden in Form von zu heiß gewordenem Bremsmantelfett ausgesendet. Manche haben einfach rollen lassen. Meine Strategie auf den ersten 4 km war es, das Rad zu Santa auf den Hänger zu stellen und gemütlich hinab zu spazieren. Die Deichsel kann ich dafür sogar zum Handgriff umstecken. Bis ungefähr zum Waldhaus, wo ich dann sicher war, auf den letzten rund 100 Hm die Bremse nicht zu überfordern. Ging gut, und ich wurde unten von der Familie empfangen, und Nele und Lene sind dann noch bis zum Wohnwagen auf dem Hänger mitgefahren.

Unser Lager war jetzt im dritten Jahr bei Jochen auf der Wiese, wo wir nah am Start waren und trotzdem unsere Ruhe hatten. 


Neben der Fahrt auf die Kalmit ist der KKC natürlich auch immer ein rauschendes Fest mit Weinschorle, Musik, Tanz und in diesem Jahr einer tollen Lichtshow, die Polarlichtern nachempfunden war. Und es ist natürlich eine Rückkehr zu Freunden. Alle Klappradbegeisterten treffen sich hier im Mekka der Klappradwelt. Es wird gebabbelt, gefachsimpelt, gesungen und sich ausgetauscht, was man als nächstes mit seinem Klappürad anstellen will. Einfach nur schee!

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