Dienstag, 13. August 2013

13.8.13: Garmin Forerunner 910XT, kurzer Review

Ich möchte nicht auch noch von Garmin überwacht werden. Die neue Uhr macht das alles schön automatisch: Kaum steckt der ANT-Stick im PC und man befindet sich in der Nähe mit der Uhr, verbinden die beiden sich und erzählen Garmin, was ich in letzter Zeit so für einen Sport gemacht habe. Meine bisherigen Geräte waren viel weniger redseelig und haben die Daten schön brav über USB nur lokal abgeliefert. Das würde mir eigentlich reichen, ich brauche keine Wolke für meinen Sport. Mit meinem Laufergebnissen in einem sozialen Netzwerk anzugeben fällt wegen meiner Langsamkeit auch raus, also, was soll das, Garmin? Na gut, dann kommen wir doch mal zu den positiven Aspekten der 910XT:

Sie ist zum einen wasserdicht und kann somit die Garmin Swim vollständig ersetzen. Sie deckt Funktionen für's Laufen und Radfahren ab, und durch ihre Unterstützung von Leistungsmessgeräten ersetzt sie den Edge 500 auch fast vollständig. Im Gegensatz zum 500er Edge kann sie auch mit dem Foot Pod komunizieren und so Werte anzeigen wie Pace. Die Akkulaufzeit soll so rund 20 Stunden betragen, das habe ich noch nicht getestet, aber sie hat beispielsweise unheimlich lange ohne GPS meinen Puls messen können. Auch mit eingeschalteter LED-Beleuchtung ist sie eine ganze Nacht durchgelaufen. Die Akkulaufzeit scheint also echt in Ordnung zu sein. Um die Wasserdichtigkeit herzustellen wurde wohl auf eine Schnittstelle verzichtet: USB wird so wie oben beschrieben also durch den schnurlosen ANT-Standart ersetzt, was sich in der zähen Übertragungsgeschwindigkeit wiederspiegelt. Beispiel: Firmware-Update in 23 Minuten. Geladen wird die Uhr mit einem Anschluss in Form einer kleinen Wäscheklammer. Zwei Pins docken an der Rückseite an. Im Vergleich zur schlechten Ladeschale verlässlichere Lösung, die aber auch ziemlich bescheuert aussieht. Während dem Laden verdeckt die "Wäscheklammer" den halben Bildschirm, sodass man überhaupt nicht über einen Netzbetrieb nachdenken braucht. Schade, denn auch 20 Stunden Akkulaufzeit reichen nicht immer aus. Ich denke da beispielsweise an die Dreifach-Langdistanzler :-)
Die Satellitensuche ging in meinen bisherigen Tests recht zügig. Gefühlt vielleicht ein bisschen schneller als bei meinen vorigen Geräten? Ich weiß es nicht. Neu ist ein Vibrationsfeedback, dass am Anfang ziemlich nervt. Man denkt immer: "Ruft mich jetzt meine Uhr an, und wenn ja, warum?" Ggf. hätte man den Platz für den Vibrationsmotor für ein paar mWh mehr Akkuenergie verwenden sollen. Tja, jetzt bin ich doch mal gespannt auf den Mainz Triathlon, da werden ich dieses Teil mal anziehen und über alle drei Distanzen ausprobieren. Ich bin doch gespannt, was dabei rauskommt. Gerade beim Schwimmen erwarte ich ziemlich unsinnige Streckendaten...

Achso, noch ein paar Worte zum Design: Wie bei allen Geräten der Forerunner Serie legt Garmin auch hier wieder Wert auf ein globiges, der Technik geschuldet misslungenes Design. Auch der 910XT ist ein ziemlicher Klotz, und wenn man was Positives sagen möchte dann lobt man ihn für seine dezente Farbgebung. Das blaue Backlight leuchtet das LCD sehr ungleichmäßig aus, erfüllt aber absolut seinen Zweck und ist in feiner Abstufung einstellbar. Die fünf Gummitasten am Rand der Uhr sind wohl wieder geplant obsolet ausgelegt. Nur eine Vermutung von mir, die sich in den nächsten Monaten vielleicht bestätigt. Sowohl bei meinen beiden 05er Forerunnern (305 / 405) haben diese Tasten mit der Zeit immer mehr Druckpunkt verloren als auch bei dem Edge 705, wobei sie da immer noch zuverlässig funktionieren. Auch der Edge 800 und der 500 haben diese Tastentechnik, jedoch beide bisher ohne Druckpunktverlust bei mir. Vielleicht hat Garmin hier ja auch ein bisschen nachgebessert, insgesamt habe ich das Gefühl, dass die Qualität der Gerät besser geworden ist. hh

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