Mittwoch, 19. Februar 2014

18650 Akkus Kapazitätsmessungen

Entladekurve des Trustfire in einer WF-501B
Heute habe ich dann mal einen meiner Trustfire-Akkus in der Taschenlampe auf mittlerer Helligkeit entladen. Das hat 4:20 Stunden gedauert und ging mit knapp 850mA los und wurde dann von mir beendet, als die Taschenlampe dann nur noch etwas mehr als 60mA aufgenommen hat. Die Spannung lag dann nach Abschalten bei ca 2,85V, also eigentlich auch ein bisschen zu niedrig für eine Litium-Batterie. Ich habe alle 60 Sekunden eine Messung machen lassen, und konnte damit die entnommene Energie ermitteln. In diesem Fall waren es 2226mAh, was eigentlich ein guter Wert für einen 18650-Akku ist, auch wenn es noch ganz schön von den angegebenen 3000mAh abweicht. Bei etwas niedrigerem Anfangsstrom könnte man ggf. eine höhere Kapazität erzielen, schätze ich. Jetzt lass ich den "Meßaufbau" jedenfalls noch mal mit der hellsten Stufe laufen, bei der die Taschenlampe anfangs rund 1,6A aufnimmt.

Test-Equipment:
-Taschenlampe UltraFire WF-501B mit modifiziertem Deckel
-Akku Trustfire TF18650 3000mAh
-Akku UltraFire BRC18650 3000mAh
-Akku UltraFire BRC18650 4000mAh
-Akku GTL LS18650 5300mAh
-Multimeter Voltcraft VC820

Messwerte:
-Spannung am Anfang 4,17V
-Spannung nach Abschalten 2,85V

TrustFire - der einzigste den ich bisher gut getestet habe


Beim zweiten Test ging es mit ~1,6A los und wurde dann nach ca. 2:30 bei einem Strom von ~160mA abgebrochen. Der Akku lag nach Abschalten bei 2,98V. Die Kapazität betrug hier rechnerisch 2351 mAh. Ein sehr guter Wert.


peinliche 25% der Nennkapazität
Heute war dann ein UltraFire 3000mAh dran. Der Akku kostet bei eb** nur ein Fünftel vom Preis eines Trustfires und das läßt schon mal ahnen, was man von der Zelle erwarten darf: Bereits nach etwas mehr als 29 Minuten war Schluß mit Licht auf Stufe "High". Die aus den Aufzeichnungen ermittelte Kapazität beträgt gerade mal 709mAh, also noch nicht einmal ein Drittel des TrustFire Akkus. Hier kann man jetzt drüber diskutieren, wo das Preis/Leistungsverhältnis besser ist. Eigentlich ja immer noch bei dem UltraFire, aber man will ja eigentlich keinen so schwachen Akku in seiner Taschenlampe haben, oder? Die Spannungen: Vor dem Start 4,20V, 15 Minuten nach Abbruch 3,31V. Ich denke, dass die Zelle einen höheren Innenwiderstand hat, der verhindert, dass sie all zu weit leergesaugt wird.

ebenfalls kaum ein Viertel der Herstellerangabe
Als nächstes ist der schwarzgoldene 4000er von UltraFire an der Reihe: Diesen belaste ich gemischt: Eine dreiviertel Stunde lang belaste ich den Akku auf der Lampenstufe "high", wo er kurzzeitig knapp über 1A zieht und dann bis auf rund 900mA abfällt. Dann schalte ich um auf "MID", wo er noch mal eine knappe Stunde mit ~400mA weiterläuft. Dann fällt er zügig ab. Die entnommene Kapazität liegt damit bei 1181mA. Immerhin.

Übertreiberkönig mit <14% der Nennkapazität
Sehr schwach schneidet im nächsten Test der "GTL LS18650" mit angeblich 5300mAh ab: Er legt mit 2A im Modus "High" auch ziemlich ordentlich los. Aber für 5300mAh müsste er das über zwei Stunden halten. Nach 25 Minuten sind es noch 1000mA, und keine fünf Minuten später ist der GTL dann komplett platt. Das macht dann rund 694mAh, was etwas weniger als einem Siebtel des Nennwertes entspricht. LOL. 

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