Sonntag, 28. Dezember 2014

Sharp JC-K99 - der leichteste "Walkman" der Welt.



Heute habe ich meinen Sharp Kassettenspieler mal wieder aus dem Regal geholt, weil es mich schon seit langem nervt, dass das Teil nicht mehr läuft. Bei genauerem Hinsehen habe ich festgestellt, dass man nur fünf Schrauben runterschrauben muss, um das Carbongehäuse zu entfernen. Also habe ich mal reingeguckt. Und den Fehler gefunden! Der Pluspol sowohl von der internen Batterie als auch von dem damals obligatorischen Andock-Batteriepack kontaktiert auf den Deckel vom Batteriefach. Der wiederum scheint des Strom über das Scharnier auf die Platine zu leiten, und genau hier habe ich wohl ein kleines Korrosionsproblem. Ich habe eine winziges Brücke aus flexiblem Kabel eingelötet, und jetzt funktioniert alles wieder tipp topp. Der Akku ist auch noch nicht platt, den hatte ich mal vor ein paar Jahren ersetzt.

Wenn ich den Player in den Händen halte bin ich immer wieder begeistert von seinem schlichten Design und der Winzigkeit. Dass damals in den späten 80ern bzw den frühen 90ern bereits Carbon für das Gehäuse verwendet wurde ist dabei nur ein Fakt. Cool ist auch der komplette Verzicht auf äußere Bedienelemente am Gerät: Die Wahlschalter für Dolby, Kassettentyp und Ausgangslevel befinden sich im Kassettenfach, und der Rest ist an der Fernbedienung. Am Gerät selbst ist nur der Öffnungsknopf für das Kassettenfach und eine rote Betriebs-LED.

Ich glaube, dass die damaligen Platzhirsche AIWA und SONY ziemlich gekotzt haben, als SHARP einfach mal so ein Gerät auf den Markt geworfen hat.

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