Sonntag, 4. August 2013

Baustellenradio im Selbstbau für rund 80 EUR

eigentlich mehr ein modularer Zusammenbau als ein Eigenbau, um ehrlich zu sein. Schließlich habe ich fertige Boxen genommen, eine fertige Verstärkerplatine eingebaut und dazu einen fertigen Akku angeschlossen. Die Schöpfungshöhe hält sich also in Grenzen. Nichtsdestotrotz habe ich doch ein individuelles und einmaliges Gerät hergestellt. Es besteht aus zwei gebrauchten JBL Control xtreme Boxen und einem Tripath-Verstärker-Modul mit 2x15W von Sure. Dieses habe ich unterhalb von der Dämmung innen im Gehäuse der rechten Box befestigt. Die Boxen untereinander sind verschraubt, außerdem geht eine zweiadrige Lautsprecherleitung von rechts nach links. Der Akku ist extern in einer Griffmulde der rechten Box integriert und speist über das ehemalige Lautsprecherterminal ein, das jetzt der 12V-Stromanschluss ist. Vorteil dieser externen Lösung ist, dass man auf der "Baustelle" auch ein 12V-Netzteil anschließen kann oder was man halt so an 12V da hat. Den Akku klemmt man für diesen Zweck dann einpolig ab. Als Tragegriff schwebte mir eigentlich eine dicke Kupfleitung vor, die mittels zwei Kabelschuhen ans Gehäuse geschraubt werden sollte. Mit dem gewünschten Querschnitt (185mm²) habe ich allerdings keine geeignete Biegung hinbekommen. Die M14-Ringschrauben habe ich dann geschenkt bekommen und fand sie ähnlich gut. Daran kann man dann diverse Befestigungen dran vornehmen, in meinem Beispiel ist es erst mal ein EOS-Tragegurt. Als Eingang dient ein herrkömmlicher 3,5mm-Klingenstecker mit einem großzügig dimensionierten Anschlusskabel. Da ich in erster Instanz auf einen Lautstärkeregler verzichtet habe, sind Geräte mit Lautstärkeregler zu bevorzugen. In meinem Fall sind fast alle Geräte, die hier angeschlossen werden dazu in der Lage: Satreceiver, MP3-Player, Handy, Laptop, etc. Die Lautstärke bei MP3-Player und Handy könnte etwas lauter sein, wohingegen das Ausgangssignal am Laptop etwas mehr Spannung zu liefern scheint. In allen Fällen reicht es jedenfalls aus, Musik zu machen. Das Gerät kann halt keinen Lärm, aber dafür klingt es auch in den lauteren Einstellungen noch relativ gut.

Ein paar Verbesserungen sind noch möglich: Zum Einen sollte man den Stromanschluss gegen Verpolen schützen, also mit einer Diode und eine Vorsicherung. Dann könnte man ggf. über einen Lautstärkeregler nachdenken, obwohl es eigentlich wirklich nicht zwingend ist. Gestern ist mir eingefallen, dass man vielleicht auch noch einen kleinen Batteriechecker einbauen könnte: Der Netzschalter hat eine zweite, getastete Position, dort könnte man irgendetwas anbauen, dass schnell Auskunft über den Ladezustand des LiPo-Akkus gibt. Lithium-Batterien wollen schließlich nicht tiefentladen werden.


Baukosten:

JBL Control Xtreme 54,70€
Sure TA2024 Board 10,00€
EOS Gurt 3,00€
Zippy Akku 12,40€
Ringschrauben 0,00€
Kippschalter 0,00€
Klinkenkabel 0,00€
Summe 80,10€

Technische Daten:

Verstärker: Sure Class D Endstufe TA2024
Boxen: 2 Wege JBL Control Xtreme
Gewicht: 4,9kg
Akku: 11,1Wh (11,1V/1Ah) Lithium Polimer
Stromaufnahme: 51mA – ca. 1000mA (gemessen)
Akkulaufzeit: Bis zu 20 Stunden

2 Kommentare:

  1. Hey, Hammer Artikel wusste garnicht das man sich sein eigenes Baustellenradio so einfach und billig selber bauen kann. Top^^

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