Sonntag, 31. Mai 2026

Duisburg Steel 2026

Perfektes Wetter dieses Jahr bei der Duiburg Steel, und von den drei Starts bisher habe ich das bequemste Rad ausgewählt. Im ersten Jahr war ich mit dem gelben Klapprad unterwegs und bin dann auch nur 58 km gefahren, weil die Sitzposition einfach zu weit hinter dem Tretlager war und ich das Gefühl hatte, dass mir der Rücken durchbricht.

Letztes Jahr dann mit Herr Sauer auf dem Klapptandem. Da habe ich den Fehler gemacht, einen ungetesteten Sattel zu montieren. Was sollte da schon schiefgehen? Auch hier wieder Rücken und auch mächtige Probleme mit dem Sitzen. Die 112 km sind wir dann aber trotzdem gefahren. Nicht besonders schnell, aber angekommen und stolz.

Dieses Jahr war dann das Brompton dran: 6 Gänge, also konnte ich auch bequem die 72 Hm zur Halde hoch, und in der Ebene standen mir zwei schnelle Gänge zur Verfügung. Alles an dem Rad ist über 4000 km eingefahren und erprobt, so auch der vegane Brooks-Sattel. Einziges Manko ist die Wegbeschaffenheit, die nicht immer mit den auf 7,5 bar aufpumpten 35 mm breiten Reifen kompatibel war. Besonders der kleine Raddurchmesser von nur 16 Zoll verhindert hier den idealen Fahrkomfort, da kann auch die Feder im der Schwinge vom Hinterrad nix ausrichten. 

Trotzdem habe ich gut durchgehalten, auch mit der Hilfe des Präsidenten vom Pfälzer Klappvereins, bei dem ich einige Kilometer im Windschatten "gelutscht" habe. 

Defekte gab es eigentlich keine, wenn man mal davon absieht, dass mir auf einer dieser Schotter-Passagen der linke Schaltknopf vom Schlumpfdrive weggeflogen ist. Der war damals noch aufwendig handgedreht auf meiner heimischen Drehbank. Mittlerweile haben wir ja einen 3D-Drucker, sodass der nächste Schaltknopf einfach gedruckt wird, und wenn er wegfliegt, wird erneut einer gedruckt. 

Nächste Jahr könnte man dann mal mit dem 28"-Tandem antreten, oder mit dem Singelspeeder, oder was neues bauen? Eigentlich nicht, 30 Fahrräder sind definitiv genug. 

 

Am Start auch das Original Fahrzeug aus der Serie Schimanski mit einem Papp-Schimi zum Selfie machen

herrlisches Wetter
Fährüberfahrt bei km 90 - jetzt ist es nicht mehr weit...


Die Medaille ist übrigens nicht aus "Steel" - der Thomas hat den Megnettest gemacht später

Mehrfachteilnehmer bekommen einen Lorbeerkranz um die Startnummer herum

Das Rad hat an dem Tag viel Staub gefressen und steht erschöpft im Zielbereich.
Hier ging es lang
Das Team: Präsident, Sauer, Anette, Franz, Frank, Axel, ich, Michi. Thomas

kurzes Bad im Rhein, während wir auf die Fährt warten


 

 

Dienstag, 12. Mai 2026

12.5.2026:


Das ist Agnes Junghans, unsere neue Mitbewohnerin. Sie ist 99 Jahre alt und kam direkt aus Thomas Sauers Fohmarktfundus zu uns. Leider fehlt ihr das Pendel, sodass ich dieses mit dem 3D-Drucker nachbilden musste. Ich variiere seit Tagen die Länge des Pendels, um die Uhr halbwegs richtig gehen zu lassen. Heute Abend habe ich ein neueres, kürzeres Pendel eingehängt, das letzte Pendel machte noch so ungefähr 10 Minuten minus am Tag. Jetzt bin ich vorsichtig optimistisch, drucke aber gerne noch ein paar weitere Pendel aus. Ideal wäre natürlich ein justierbares Pendel, dafür will ich aber die ungefähre Länge ermitteln. 

Donnerstag, 7. Mai 2026

7.5.26:

 

So eine überdimensionierte, leuchtende Wallbox wäre jetzt nicht meine Wahl, aber diese kleine CEE Dose war ich bereit noch ins Gehäuse der Schranke zu integrieren. Da kann man dann bei Bedarf eine kleine mobile Wallbox anstecken. Aber auch z.B. den Staubsauger, wenn man mal das Auto aussaugen will. Oder einen Betonmischer. Kurz: Der Mehrwert einer Drehstromsteckdose gegenüber einer Wallbox ist immens, und die letzten 88000 km hatte ich vielleicht zwei, drei Mal den Bedarf, die Karre aufzuladen. Dank meines Wohnorts am Berg komme ich immer mit negativem Verbrauch am ersten HPC an, sodass ich den Wagen theoretisch mit 0% vor der Tür stehen habe. Wenn man aber mal morgens keine Zeit hat, kann man über Nacht laden und morgens direkt bis zu 599,4 km weit kommen :-)

Die Dose in die Schranke zu bauen war ein Highlight. Ich liebe es, mit der Flex zu arbeiten, hier musste sogar die richtige 230V-Variante ran, weil die Akku-Makita dem Stahlgehäuse nicht Herr wurde.  

Sonntag, 3. Mai 2026

3.5.26:

Gestern habe ich den Shelly Schalter in der Bonanzaschranke gegen einen "PRO" mit Ethernet-Anschluss getauscht. Die WLAN-Signale hatten immer Probleme, aus dem Metallgehäuse des Schrankengehäuses herauszusenden. Damit ist jetzt Schluss, und weil nun mal schon eine Netzwerkleitung liegt, kann ich auch noch das Janitza-Gerät von dem kleinen PV-System online bringen. Da wird dann wohl ein weiterer Switch fällig. Der Plan damals vor 10 Jahren war eigentlich, komplett nur mit dem Hauptswitch im Netzwerkschrank auszukommen, jetzt sind es aber bereits 5 Unter-Switche. Als nächstes kommt eine CEE-Steckdose ins Schrankengehäuse, sodass ich auch mal den Wagen laden könnte. Die 6mm²-Leitung geht jetzt endlich ins Haus, allerdings sind die letzten 5m noch mit 1,5mm² angebunden, sodass ich beim Ladevorgang vielleicht besser nicht über 10A (also 7 kW) gehen sollte. Generell finde ich es sowieso noch sehr bedenklich, dass eine Vollladung am Tesla ungefähr dem Verbrauch von 4 Tagen entspricht

Samstag, 2. Mai 2026

600 km mit dem Tesla Model Y

 

Der Model Y Long Range schafft also tatsächlich die Reichweite, mit der er angegeben ist. Bei den gefahrenen 599,4 km waren dann noch 1,3% im Akku drin, und theoretisch sind dann noch so ca. 4% versteckte Reserve drunter. Aber man sollte sein Glück nicht zu sehr herausfordern, und man muss ja dann auch einne Ladesäule finden, die am Ende einer solchen Strecke liegt. In meinem Fall bin ich mit 100% an der AC-Ladesäule in Rüsselsheim losgefahren und nonstop bis nach Calais. Als ich losgefahren bin, habe ich erst mal die drei vorgeschlagenen Ladestopps entfernt, woraufhin mit das Navi -48% Ladezustand zur Anknuft prognostizierte. Das fährt sich dann sukzessive hoch, das habe ich schon öfters geübt, z.B. auf einer Fahrt nach München. Der Verbrauch hat sich dann auf bis zu 10,6 kWh eingeregelt. Es waren perfekte Bedingungen. Die Außentemperatur betrug tagsüber 22 °C, sodass der Akku vermutlich in einem sehr guten Bereich war. Gegen Abend - die Fahrt dauerte rund 8 Stunden - verringerte sich die Außentemperatur auf bis zu 13 °C und mit ihr ging der Verbrauch auf 10,95 kWh hoch. 

Wie muss man fahren für diesen niedrigen Verbrauch?

man muss sich mittelschnelle LKWs suchen. Also am besten die, die so um die 92 km/h fahren. Diese kleinen 3,5-Tonner, die teilweise über 100 fahren sind definitiv zu schnell. Also am besten sucht man sich den erstbesten LKW und fährt solange hinter ihm her, bis er von einem schnelleren LKW überholt wird. 

Der Abstands-Tempomat eignet sich leider nicht für so eine Challenge, weil der Abstand zum LKW zu hoch ist und man nicht optimal im Windschatten ist. Man muss also tatsächlich die ganze Zeit mit dem Gaspedal fahren, könnte aber theoretisch den Lenkomat drinlassen. Ich nenne es jetzt mal nicht Autopilot, weil es tatsächlich nur ein Abstandstempomat mit Spurhalteassistent ist.

Selbstverständlich kann man ohne Klimaanlage den Verbrauch deutlich optimieren. Ich muss sagen, ich kam mit dem einen Spalt weit geöffneten Fenster ganz gut klar, und dank der ANC-Kopfhörer von Apple konnte ich sogar gut telefonieren. Auf das Soundsystem habe ich während der Fahrt allerdings nicht verzichtet. 

Wie hoch war der Verbrauch wirklich?

Der "echte" Verbrauch zeigt sich beim Aufladen: Die Ladeverluste sind leider auch ein Teil der Wahrheit, genauso wie die Verluste, die der Tesla durch diverse Verbraucher beim Stehen mit aufschlägt. Nach dem Aufladen auf dem Carrefour-Parkplatz in Calais zeigte sich dann der echte Verbrauch: 12,48 kWh auf 100 km bzw. einen Gesamtverbrauch von 74,8 kWh  

Bringt das langsame Fahren etwas?

NEIN! Am besten fährt man den Tesla mit 120 bis 140 km/h. Dann verbraucht er rund das Doppelte, also so um die 25 kWh, und mit einem Laderegime 0%-50%-0% kommt man  jeweils gut 150 km. Man macht also so ca. alle 90 Minuten eine Pause, in der man 16 Minuten nachlädt. Oder noch besser lässt man die Langstrecke ganz sein, obwohl ich sagen muss, dass ich jetzt einige Fahrten über 1000 km unternommen habe, die deutlich weniger nervig waren als befürchtet. 

Sonst irgendwas optmiert?

Die original Radkappen sollen ja etwas zum Verbrauch beitragen, diese sind entsprechend drauf. Die Reifen selbst sind auf 3,4 bar, also rund 0,5 bar höher als der Bordcomputer empfiehlt. Ansonsten bin ich einfach gefahren, sogar das Beschleunigungsverhalten habe ich nicht auf "lässig" stehen. Und ich habe während der Fahrt so gut wie nicht gebremst, das heißt ich bin auch sehr vorausschauend gefahren und habe immer regenerativ gebremst. 

600 km trotz 85 Tkm auf dem Tacho

Der Akku hat jetzt schon 85000 km runter, ich habe auch schon eine gewisse Degradation gemessen. Als der Wagen neu war, hat er noch gut 80 kWh pro Vollladung aufgenommen, jetzt sind es noch knapp 76.


Also wären bei dieser Fahrweise mit fabrikneuem Akku vielleicht sogar 30 km mehr drin gewesen.