Montag, 24. März 2014

Ein paar China-Taschenlampen im Vergleich

Nachdem fast alle meine bestellten chinesischen Taschenlampen eingetroffen sind wird es Zeit für einen kurzen Review und ein Resumé. Ich habe die Lampen hier auf dem Bild einfach mal der Größe nach aufgereiht: Ganz links sehen wir die Skyray, die mit 4 LEDs bestückt ist und so um die 30W leisten kann. Aber nur dann, wenn auch gute vier Akkus des Typs 18650 eingelegt sind: Die vier Zellen werden parallel geschaltet, sodass theoretisch auch ein Akku ausreichen würde. Die Modi: Hell, immer noch Hell aber etwas dunkler, Strobe. Die Lampe ist für die meisten Zwecke einfach viel zu hell. Sie wird auch ordentlich warm und macht die vier Akkus recht schnell leer. Gewicht: 496g. Die nächste ist eine "UltraFire" mit extrem großem Reflektor und einer Cree XML-T6 LED. Sie wiegt 174g und scheint so ca. 3W zu haben, vielleicht auch ein bisschen mehr, wenn die Batterien sehr gut und sehr voll sind. Weitere Besonderheit: Der Knopf zum Einschalten und zum Umschalten zwischen den fünf Modi leuchtet im Dunkel schwach nach. Insgesamt hat die Lampe ein sehr klassisches Taschenlampendesign, ist dadurch aber unzeitgemäß sperrig. Als nächste Taschenlampe kommt mein bisheriger Favorit, die UltraFire WF-501B, die ebenfalls fünf Modi hat und mit guten Akkus auf bis zu 10W kommt. Genau wie die meisten der von mir getesteten Lampen läuft sie mit einem 18650 Akku. Ihr Gewicht: 128g. In der Mitte sieht man die sehr preisgünstige UltraFire S5, die mit 94g bereits unter hundert Gramm wiegt. Sie hat sich im Urlaub auf der dunkelsten Stufe als ideale Leseleuchte erwiesen und hält in dieser Betriebsart quasi ewig. Um damit nachts auf dem Campingplatz den Weg zum Klo zu finden reicht diese Helligkeit immer noch aus. Besonders interessant an dieser Lampe ist ihre schlanke Form: Sie ist so dünn, dass manche Akkus, z.B. die TrustFire Akkus, nur ganz knapp reinpassen. Der Kopf bleibt gleich schmal, was einen kleinen Reflektor erzwingt und damit wohl auch etwas weniger Licht. Aber man kann sie bequem dabei haben, sie nimmt wenig Platz weg. Auch bei ihr ist der gleiche grüne nachleuchtende Knopf verbaucht. Aus dem selben grünen Gummimaterial ist noch ein Ring ausserhalb des Reflektors. Das nächste Modell ( Cree SA-20 Q5) wiegt 66g und ist von Form und Design sehr ansprechend, aber von der Qualität nicht überzeugend. Besonderheit: Die Lampe funktioniert sowohl mit einer Mignonzelle als auch mit einer 14500-Lithium-Zelle, die die gleiche Bauart aber eine höhere Spannung hat. Sie funktioniert also in einem Breich von knapp über 4V bis runter zu 0,8V. Je nach Spannung hat sie bis zu 3W, aber auf ein Watt kommt sie immer. Betriebsarten: AN / AUS. Den mitgelieferten Gürtelclip habe ich abgeschraubt. Die nächste Lampe gehört mit 84g eigentlich weiter nach links. Sie ist der vorherigen Lampe sehr ähnlich, hat aber noch eine Zoom-Funktion: Man kann eine Art "Kondenser"-Linse vor dem Reflektor verschieben und damit den Lichtstrahl extrem bündeln. Mir gefällt das aber nicht so gut, ausserdem schluckt das glaube ich Licht. Die nächste Lampe ( "SupFire S1") wiegt nur noch 42g mit eingelegter CR123 bzw 16340-Batterie. Sie hat drei Modi, Hell, Dunkel, Strobe. Der Knopf leuchtet ebenfalls grün nach und die Lampe wird wohl auch so auf bis zu 3W kommen. Ganz ganz rechts kommen wir zu der LETO, die ebenfalls mit 16340er Akku betrieben wird und auch die gleichen drei Modi hat: Leider haben die Designer einfach gar keinen Schalter eingebaut, was die Lampe zu dem kleinsten der oben gezeigten Modelle macht. Leider kann man sie nur durch leichtes Öffnen (Aufschrauben) des Gehäuses Ausschalten. Das Disqualifiziert die Lampe für die Nutzung als Schlüsselanhänger. Den Dafür montierten Schlüsselring kann man also ruhigen Gewissens abschrauben, denn wenn man die Lampe ausgeschaltet am Schlüssel tragen würde, dann würde man über kurz oder lang die halbe Lampe verlieren, weil sie sich durch Vibrationen aufschrauben würde.

Zur Qualität der Lampen: Es schadet bei allen Lampen nicht, wenn man Löten kann und keine zwei linken Hände hat. Es gibt immer mal wieder Kontaktschwierigkeiten an den Lampen, was z.B. an schlechten Lötstellen liegen kann. Hier muss man schon mal Hand anlegen.

Zu den Akkus: Wich ich bereits in einem früheren Eintrag schon mal festgestellt habe eignen sich die ganz billigen Akkus nur sehr bedingt, weil die Kapazitätsangaben relativ unsicher sind. Am besten fährt man entweder mit Zellen aus Laptopakkus, die man gebraucht günstig bekommt, oder mir Markenakkus ab ca. 6 EUR pro Stück. Wer nicht auf hohe Kapazität angewiesen ist und auch keine Erwartungen an eine hohe Akkulaufzeit hat kann natürlich auch auf das Überangebot an Billigakkus für teilweise unter 1 EUR zugreifen. Mein Tipp: Trustfire

Zu den Ladegeräten: Man kann glaube ich ruhig ein preisgünstiges Ladegerät kaufen: Geschützte Zellen sollte man dann auch unbeabsichtigt Laden können, und bei ungeschützten Akkus sollte man nur Laden, wenn man in der Nähe ist. Auf keinen Fall sollte man solche Akkus zu lange im Ladegerät lassen. Keine Ahnung, ob die garantiert explodieren, aber ich habe schon Akkus aus dem Ladegerät geholt, die oberhalb der 4,2V lagen. Lithium-Akkus können explodieren oder zumindest Platzen.



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