Montag, 18. November 2024

18.11.24:

Jetzt fehlen eigentlich nur noch der Vorbau und ein paar Wartungsteile für die Bremsen, und dann ist das Rennrad erst mal fertig. Die Entscheidung, ob ich auch noch eine bessere Lampe (als den 30W Chinastrahler) spendiere, schiebe ich erst noch ein bisschen.

Samstag, 16. November 2024

Tesla-Verbrauch: Die drei verschiedenen kWh-Werte, aus 16,6 kWh wird 20,5 kWh

 

Hier mal ein Beispiel von einem Tankvorgang, wie man den Verbrauch des Tesla auf verschiedene Arten berechnen kann. Von links nach rechts: Erst kommt der Bordcomputer mit einer Verbrauchsangabe von 37 kWh, dann kommt in der Mitte das Ergebnis des Vollladens: 42 kWh. Zu guter letzt zeigt dann die App von der Tankkarte die Energiemenge an, die vom DC-Charger ins Auto geflossen ist: 45,66 kWh. 

In Zahlen bedeutet das: 

Verbrauch laut Bordcomputer: 16,6 kWh

Verbrauch laut Ladeanzeige: 18,8 kWh

reeller Verbrauch: 20,5 kWh

Der reelle Verbrauch ist also mindestens 23% höher als die Angabe im Bordcomputer. Mindestens, weil hier ein Aspekt noch gar nicht betrachtet wurde: Geht der Kilometerzähler vielleicht auch vor? Der Tacho selbst geht ca. 2% vor, was recht wenig ist im Vergleich. Wenn man diese 2% noch draufschlägt, dann wäre man bei 20,9 kWh pro 100 km

Donnerstag, 14. November 2024

Fahrradprojekt mit Beefer und Wunderkerze

 Für was braucht man einen Beefer und eine Wunderkerze beim Umbau des Rennrads?

Der Beefer ist ideal für die Montage des Steuersatzes: Wenn man den Aluring erst mal auf ein paarhundert Grad erwärmt hat, fällt er easy peasy auf den Sitz am Gabelschaft. Dieses Mal wirklich ohne weitere Krafteinwirkung. Genial.

Die Wunderkerze war heute meine Einführhilfe für das Schaltkabel der DI2: Zunächst musste die Nele die XXL-Wunderkerze mit fast 5 Minuten Brenndauer abfackeln. Dann habe ich den Draht genommen und von hinten durch die Kettenstrebe gestochert, bis ich vorne am Tretlager rausgekommen bin. Dann ein H05-Kabel drangebunden und das durch die Strebe gezogen. Am H05 dann das Schaltkabel befestigt und dieses wie geplant von Schaltauge durch die Kettenstrebe ins Tretlager und von dort ins Sitzrohr bis hoch zum Sattel. Der erste Test schlug fehl, und ich hatte schon Angst, dass ich beim Reinschrauben der Lagerschale vielleicht doch das Kabelchen abgeschert habe. Letzten Endes war ich nur im falschen Port: Das Schaltwerk muss man offensichtlich mittig am Akku anschließen. Wieder was gelernt.

Mittwoch, 13. November 2024

13.11.24:

Der Blackout kann kommen. Die USV hat jetzt einen neuen Akku mit 48V/150Ah. Das sind 7,2 kWh, die bei einem Netzausfall über 24 Stunden das Netzwerk, die Wohnzimmerbeleuchtung und die Pumpe von der Zisterne versorgen können.

13.11.24:

Die DI2 habe ich jetzt mal zusammengesteckt und den Akku geladen, dann die Schalter gekoppelt und sie mit einer aktuellen Firmware ausgestattet. Jetzt muss ich ein Loch in die Kettenstrebe bohren und versuchen, die Schaltleitung durch den Rahmen zu führen. Der Weg ist theoretisch machbar: Die Sitzstrebe ist am Tretlagergehäuse offen und verläuft ca 3 mm weiter innen als das äußere Ende der eingeschraubten Tretlagerschale. Von dort kann ich mich außen an der Schutzhülse des Tretlagers in das Sitzrohr bewegen, wo dann oben in der Sattelstütze der Akku klemmt. 

Für den Umwerfer bohre ich ein Loch im Sitzrohr, hier ist der Kabelweg weniger komplex. Die Schalter versuche ich erst mal "schnurlos" zu fahren, hier könnte man sich theoretisch auch einen schönen Weg durch Lenker, Vorbau, Gabelschaft in den Rahmen suchen. Aber ehrlich gesagt habe ich ein bisschen Bedenken, den Alulenker anzubohren...

 

Sonntag, 3. November 2024

3.11.2024:

Habe heute erfolgreich die Batterien meiner USV getestet. 4 Stunden haben sie locker ausgehalten und alle 4 Batterien lagen dann bei 12,22 bis 12,25 V. Der Winter mit seinen Schneefällen und den Stromausfällen kann kommen...

Freitag, 1. November 2024

Tesla Model Y Long Range - erste Eindrücke nach 10000 km

Nach rund 10000 km, 53 Ladevorgängen und einem gesamten Energieverbrauch von 2,45 MWh wird es Zeit für ein erstes kurzes Fazit:

Reichweite: Die Reichweite ist mit "WLTP" 600km angegeben und es ist tatsächlich möglich, mit einer Akkuladung eine solche Strecke zu fahren. Ich selbst bin tatsächlich einmal nah dran gewesen, als ich von Wien nach Hause gefahren bin und mir viel Zeit genommen habe, möglichst sparsam im Windschatten von großen LKWs nach Hause zu segeln. Mit einem Verbrauch von 136 Wh/km war ich sparsam unterwegs. 53 Ladevorgänge auf 10000 km sprechen jedoch eine andere Sprache, zwischen den Ladestopps lagen durchschnittlich 189 km

Verbrauch: Alles möglich von 114 Wh / km bis vermutlich weit über 508 Wh/km. Die beiden Zahlen sind meine beiden Extremwerte für den Verbrauch. Im Durchschnitt bewege ich das Fahrzeug mit 242 Wh/km. Ein Wert, in dem jedoch alle Verbräuche enthalten sind, die das Fahrzeug hat: Ladeverluste, Heizung, Klima und der Bordcomputer mit seinen Kameras kommt noch zu dem Wert hinzu, den der Tesla selbst anzeigt.

Features: Ein paar Features habe ich relativ schnell zu schätzen gelernt, vor allem:

- Standklima und Standheizung: Das ist mega, man kann es von der App starten und das Auto wird innerhalb kürzester Zeit angenehm klimatisiert, inklusive Lenkrad- und Sitzheizung.

- Webbrowser: Der ist besonders praktisch, weil er auch während der Fahrt geht. Ich habe eine kleine Webseite gebaut, mit der ich die Schranke öffnen kann, sodass ich zu Hause einparken kann, ohne das Handy aus der Ladeschale herausholen zu müssen.

- Entertainment: Die Möglichkeit, Youtube, Netflix oder Twitch zu schauen ist relativ praktisch, auch wegen der dauernden, nervigen Ladestopps. Spotify und Apple Podcasts sind sehr hilfreich, wenn man Musik oder Podcast hören will. Die Konnektivität für rund 10 EUR im Monat stellt den Internatanschluss dafür her. Es geht zwar auch über WLAN-Hotspot am Handy, aber die 10 EUR schalten auch die Satellitenansicht bei der Navi frei und erweitern den Wächtermodus.

- Campingmodus: Ich habe tatsächlich eine Nacht im Kofferraum geschlafen. Der Campingmodus sorgt für Behaglichkeit

Kultstatus: Der Tesla ist so ähnlich wie früher der iPod (oder iPhone) ein Kultobjekt, um das herum sich ein bunter Markt aus verschiedensten Gadgets bildet. So wie es für den iPod zahlreiche Zubehörteile zu kaufen gab, kann man den Tesla auch auf mannigfaltige Weise aufpimpen: So gibt es beispielsweise passgenaue Kofferraummatratzen, einen passgenauen Kompressorkühlschrank für den Sub-Trunk und diverse andere Sachen. Bisher konnte ich noch vermeiden, mir irgendwas davon zu kaufen.

Ladekomfort: Tesla fokussiert stark auf sein eigenes, sehr gut ausgebautes Supercharger-Netz. Wenn es aber mit dem Akku in die letzten Prozente geht, dann schlägt er auch mal andere Anbieter zum Laden vor. Wenn er zum Lader navigiert, dann übernimmt er auch das Konditionierungsmanagement der Batterie. In der akutellen Jahreszeit bedeutet das, dass das Akkupack ein wenig vorgheizt wird, damit es beim Laden dann möglichst viel Leistung aufnehmen kann. Ladeleistungen von 250 kW habe ich schon mit eigenen Augen gesehen, aber mit zunehmendem Ladezustand flacht die Kurve immer weiter ab. Eine Ladung von 0 bis 40% kann man dann schon mal in 12 Minuten absolvieren mit durchschnittlich 174 kW. Eine Vollladung von 0 auf 100 dauert in der Regel rund 70 Minuten am Hypercharger, wobei es vor allem die letzten 15% sind, die die Sache unerträglich lang machen.

Ladeverluste: gibt es sowohl beim AC-Laden als auch beim DC-Laden. Die Verluste setzen sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen und liegen meist so zwischen 3 und 10%

Fahrleistung: Ich bin immer noch überzeugt, dass die "kleine Maschine" ausreichend ist. 347 PS reichen für 217 km/h Endgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 5,9s. Ich selbst habe das einmal ausprobiert und eine Zeit von 6,4s gestoppt. Sicher hängt es auch vom Untergrund und den Reifen ab, aber so weit sind die 5,9 und die 6,4 ja dann auch nicht auseinander. Bei hohen Geschwindigkeiten sollte man äußerst vorausschauen fahren: Bei starkem Bremsen fängt der Tesla schon mal an zu "schwimmen" und man spürt, wie irgendwelche elektronischen System verzweifelt versuchen, dass Fahrzeug in der Spur zu halten. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die Bremsscheiben und -belege wahrscheinlich immer noch nicht 100% eingefahren sind.

Einpedalfahrweise: Sicherlich der größte Unterschied zum Verbrenner. Man fährt überwiegend mit dem Gaspedal und die Bremse wird manchmal stundenlang nicht benutzt. Der Grund ist die Rückgewinnung der kinetischen Energie: Der Fahrtenregler hat 4 Quadranten und kann dementsprechend auch mit der Batterie bremsen. Nur wenn der Akku ganz voll oder zu kalt ist, ist dieses Feature mehr oder weniger eingeschränkt. 

Ladekosten: Die Kosten zum Laden sind komplett unübersichtlich und von sehr vielen Faktoren abhängig. Am günstigsten lädt man zu Hause an der Wallbox. Bei derzeit marktüblichen 29 ct ist man mit einer Tankfüllung knapp 24 EUR los und darf sich über eine Reichweite zwischen 120 und 600 km freuen. Unterwegs kann es dann auch mal 90ct pro kWh kosten. Dazu kommen unterwegs manchmal noch Blockiergebühren von ein paar ct pro Minute. Bei meinem aktuellen Ladeverhalten kommt der Tesla auf Ladekosten von ca. 16,5 ct/km. Etwas teurer im Vergleich zum SuperB Diesel, der über den gesamten Zeitraum von über 150000 km bei 8,9 ct/km lag.

Kofferraum: Ist an und fürsich sehr groß. Im Frunk lagere ich meine Utensilien für die Arbeit, Messgeräte, Schuhe usw. Im Sub-Trunk steht meistens eine Kiste Wasser,außerdem so Kleinkram wie das AC-Ladekabel. In den Kofferraum kommt wie in den letzten 4 Autos die Kunststoffwanne rein, die deutlich enger sitzt als noch im SuperB. Beim Einladen von Einkauf denke ich immer wehmütig an den SuperB zurück, der glaube ich 9 Kisten Wasser einlagig im Kofferraum geschluckt hat. Der Y packt eher so sieben, könnte aber die fehlenden zwei im Sub-Trunk unterbringen 

Negatives: Bis zwei Sachen:

1. Die Steckdose von der Anhängerkupplung ist so positioniert, dass man kaum mit dem Stecker vom Anhänger einkommt. Noch dazu ist die ganze Mechanik des Bajonettanschlusses extrem schwergängig

2. Das Assistenzsystem leitet mitunter ab und an eine unnötige Notbremsung ein. Das kann unter Umständen gefährlich werden. Aber es führt dazu, dass sich der Fahrer mehr konzentriert, um im Notfall sofort zu übernehmen.